Full text : Rationelle Betriebsführung im Malerhandwerk

tung eigenen Gerüstmaterials rentiert, d, h., ob sich die entstehenden
 Kosten nicht vermindern lassen, indem er sich die Gerüste leihweise
 von einer Genossenschaft oder Gerüstverleihanstalt zur Verfügung
 stellen läßt,
Die Rentabilität eines Malerbetriebes ist in starkem Maße von
der Höhe seiner indirekten Kosten abhängig, Die allgemeinen Unkosten
 müssen, sofern sie für einen bestimmten Auftrag erfaßt werden
 können, direkt in Rechnung gestellt werden. Durch Anschluß
an eine Maler-Einkaufsgenossenschaft können die Produktionsbereitschaftskosten
 vermindert werden, indem der Meister nicht gezwungen
 ist, ein assortiertes Lager zu halten, da die benötigten Materialien
 meist kurzfristig von der Genossenschaft geliefert werden
können,
Als Gewinnmindestsatz werden in der Regel 15% auf Selbstkosten
 angenommen, Doch kann dieser nicht immer aus Gründen
der Konkurrenz in Anrechnung gebracht werden. Auch ist ‘bei
feinen Arbeiten, die besonders eingehende Überlegung und Vorbereitung
 und große Anforderungen an die Maltechnik stellen, ein höheter
 Gewinn gerechtfertigt, als bei einfachen Streicharbeiten. Dann
kommt es nicht zuletzt auf die Höhe der Aufträge und den Beschäftigungsgrad
 an, Je größer der Umsatz, desto mehr ist die
Möglichkeit geboten, den Gewinn so zu bemessen, daß die Preise
den jeweiligen Verhältnissen angepaßt werden können. Voraussetzung
 aber ist genaueste Selbstkostenrechnung, gestützt auf eine gute
Buchhaltung, Statistik und Formularorsanisation.

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