Moderne Betriebsbuchführung im Malerhandwerk
(Mitteilungen der Maler-Einkaufsgenossenschaft Mannheim
e. G. m. b. H.
Von A, Lindhuber, Mannheim
Infolge der in den letzten Jahrzehnten gewaltig einsetzenden
Aufwärtsbewegung der Wirtschaft entstand auch in den kaufmänni-
schen Büros die Massenarbeit, die dann ihrerseits in der Organisa-
tion der Büroarbeit das Problem der Arbeitsteilung, der Arbeits-
vereinfachung durch Mechanisierung und Maschinisierung in den
Vordergrund drängte,
Während diesen Erscheinungen im Fertigungsprozeß schon seit
langem größtes Interesse entgegengebracht wurde, ist dieses Pro-
blem für den Bürobetrieb erst in der letzten Zeit wach geworden,
um aber nun den alten Bürostubengeist mit Macht zu beseitigen.
Über alle Vorurteile und Pietät gegenüber alten Gepflogenheiten und
Gewohnheiten schreitet das Wirtschaftsleben hinweg, wenn eine
Neuerung sich als ein solcher Fortschritt erweist, daß dadurch ein
bestimmter Aufwand einen höheren Ertrag erzielt oder ein bestimm-
ter Effekt mit kleineren Opfern an Zeit, Kraft und Mitteln zu er-
reichen ist.
Es würde zu weit führen, hier den gewaltigen Stoff moderner
Betriebsführung zu behandeln. Im nachfolgenden sei lediglich die
Durchschreibebuchführung einer fachmännischen Kritik unterzogen,
Gerade in der heutigen Zeit muß jeder Kaufmann und auch jeder
Gewerbetreibende bestrebt sein, die Buchführung in seinem Ge-
schäft derart zu gestalten, daß sie ihm Vorteile in jeder Beziehung
gewährt.
Die seither gehandhabten Systeme der doppelten Buchführung
gewährleisten keine absolute Sicherheit der Arbeit und hatten in sich
selbst enggezogene Grenzen. Um die Nachteile der seither üblichen
Buchhaltungssysteme zu beseitigen, kamen Neuerungen auf (wie
z. B. das Loseblattbuch usw.), die an sich schon eine wesentliche
Vereinfachung bezwecken sollten. Aber auch deren Unzulänglich-
keit für die heutige Betriebsführung bewies sich, als man neue, voll-
kommenere Methoden fand. So wurde besonders durch die Kartei
mit ihrer Beweglichkeit als Kontokorrent ein weiterer Schritt
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