Full text: Rationelle Betriebsführung im Malerhandwerk

gegeben und darin ausführlich die Vorarbeiten für Neuanstriche und 
Lackierungen, die Erneuerungs- und Verbesserungsanstriche behan- 
delt. 1922 veröffentlichte derselbe ein Lehr- und Handbuch für alle, 
die mit Anstrichen zu tun haben unter dem Titel „Was muß man 
vom Anstrich wissen?“. Der Verfasser hat in dieser Schrift 
die Ergebnisse seiner langjährigen wissenschaftlichen Forschungen 
auf dem Gebiete der Mal- und Anstreichtechnik zusammengetragen 
und für die Praxis ausgewertet und will damit neue Wege zeigen, 
wie „Besseres“ geschaffen werden kann, Aus dem Inhalt sei hier auf 
folgende Kapitel hingewiesen: Das Mattwerden der Ölfarben, die 
Verschiedenheit des Trockengrades der Ölfarben, Dichtigkeit ver- 
schiedener Grundierungen, Rostschutz, verschiedene Ursachen der 
Rißbildung bei Anstrichen und Lackierungen, das Abplatzen der 
Farben vom Grund (mit verschiedenen Abbildungen). 1926 gab Paul 
Jaeger in 3, Auflage sein Buch „Fortschritte beim Polie- 
ren, Lackieren und Anstreichen“ (Sinolin-Technik) her- 
aus, in dem die neuesten Arbeitsverfahren und ihre Vor- und Nach- 
teile berücksichtigt sind. 
Zu den bedeutendsten Werken der deutschen Malerliteratur ge- 
hört zweifellos das „Deutsche Farbenbuch‘“. Das großzügige 
Werk ist herausgegeben von Heinrich Trillich, im Verlag B. Heller, 
München, mit Unterstützung des Reichskuratoriums für Wirtschaftlich- 
keit in Berlin, Der 1, Band des Werkes umfaßt 3 Teile und zwar: 1. All- 
gemeiner Teil, 2. Der Künstler — Farb- und Malmittel — und 3. der 
Anstrich — Farb- und Malmittel —, In Kürze werden die übrigen 
Teile erscheinen und zwar als 4. Teil: Druckfarbmittel, 5. Teil: 
Schmelzfarbmittel, 6. Teil: Gemengfarbmittel, 7. Teil: Farbe und 
Zeugdruck, 8, Teil: Lebensmittelfarben, 9. Teil: Beleuchtungs- und 
Feuerwerk, 10. Teil: Untersuchungsverfahren, 11, Teil: alphabetisch- 
lexikalischer Teil, 12. Teil: Literaturnachweise. Aus der Vielseitig- 
keit der einzelnen Teile läßt sich schon erkennen, wie viele Gebiete 
der Verfasser mit diesem Werk zu behandeln beabsichtigt, Der vor- 
liegende 1, Band bietet in solider, geschmackvoller Ausstattung neben 
dem textlichen Teil auch eine ganze Reihe von Farbentafeln, unter 
Verwendung der verschiedensten Materialien, die für den Praktiker 
ganz besonders wichtig sind, Zweck des deutschen Farbenbuches 
soll in erster Linie sein, eine Sammlung von Begriffsbestimmungen 
und Handelsgebräuchen zu geben. Es will Bedingungen festlegen, 
„unter welchen nach Ansicht der beteiligten Hersteller, Handels-, 
Verwender-, Erwerber- und Pflegerkreise, im Einverständnis mit 
den Vertretern der in Betracht kommenden Wissenschaften, Farb- 
mittel als unverfälscht und handelsüblich gelten sollen, Wenn das 
Werk die Verbreitung findet, die ihm durch seine Bedeutung für 
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