Untersuchungsergebnis:
1, Analyse der entölten Farbe:
Zinkoxyd. . 68,80 %
Bleioxyd (Mennige) . ‚. 1421%
Eisenoxyd . ; > 12,05%
Beinschwarz und erdartige Ver-
unreinigungen , . . 433%
Phosphat u, unbestimmbarer Rest 0,61%
100,00 %
Der Gehalt an Phosphat rührt von der zur Erzielung des grauen
Farbtones zugesetzten Knochenfarbe (Beinschwarz) her. Die Farbe
ist nach ihrer Zusammensetzung als Rostschutzfarbe nicht schlecht,
aber auch nicht als beste Qualität zu bewerten.
2, Der Firnis ist etwas trübe und gibt beim Stehen einen schlei-
migen Satz, ist also noch nicht vollständig abgeklärt. Unverseifbare
Öle (Mineralöl usw.) sind nicht vorhanden. Die Reaktion auf Harz
ist positiv, entspricht aber nur einem als üblich anzusehenden Re-
sinatgehalt, sofern der Firnis nicht ausdrücklich als „harzfrei“ gelie-
fert wurde, Die Trockenfähigkeit ist gut, das spez, Gewicht etwas
nieder, doch noch in normalen Grenzen, Abgesehen von der schlei-
migen Trübung ist der Firnis als einwandfrei zu bezeichnen,
Forschungsinstitut für Karlsruhe,
rationelle Betriebsführung im Handwerk.
Abt, Materialprüfung,
Untersuchungsbericht,
Probe zur Untersuchung: Terpentin la;
; eingesandt von: Maler-Einkaufs-Genossenschaft E,
Untersuchungsergebnis:
Die Prüfung ergab die folgenden charakteristischen Werte:
1, Spezif, Gewicht 0,885.
2, Entflammungspunkt 43—44°,
3. Kienölreaktion (Berlinerblau-Probe nach Wolff) stark positiv.
4. Siedeanalyse: Bei der Destillation waren übergegangen
bei 170° zirka 25 % der Probe.
bei 180° zirka 60 % der Probe.
bei 184° zirka 75 % der Probe.
5, Ein Gehalt an Benzin oder Benzol war nicht vorhanden.
Aus diesen Werten ergibt sich, daß es sich nicht um amerika-
Nisches oder französisches Terpentinöl handeln kann, Die eingesandte
Probe ist augenscheinlich deutsches Terpentinöl (Holzterpentinöl).
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