Full text: Rationelle Betriebsführung im Malerhandwerk

Forschungsinstitut für Karlsruhe. 
rationelle Betriebsführung im Handwerk, 
Abt. Materialprüfung. 
Gutachten. 
Die Handwerker-Groß-Einkaufs- und Groß-Lieferungs-Genossen- 
schaft („Heka‘), Berlin, beantragte bei dem Forschungsinstitut für 
rationelle Betriebsführung im Handwerk, Karlsruhe, die vergleichs- 
weise. Prüfung der chemischen und insbesondere der technischen Ei- 
genschaften zweier ausländischer Lithoponesorten und eines deut- 
schen Fabrikates. Die Proben ausländischer Lithopone wurden nun 
auf Veranlassung der „Heka‘ durch die Maler-Einkaufs-Genossen- 
schaften Dortmund und Essen zugestellt und sind daher nachstehend 
als Lithopone „Dortmund“ und Lithopone „Essen‘ bezeichnet. Als 
deutsches Fabrikat sollte zum Vergleich Lithopone Marke „Sacht- 
leben”, 30 % rot-Siegel, lichtecht, herangezogen werden. Eine Probe 
dieser Farbe wurde uns von der Maler-Einkaufs-Genossenschaft 
Karlsruhe geliefert. Die Vergleichsanstriche wurden in Zusammen- 
arbeit mit einem erfahrenen Malermeister der praktischen Arbeits- 
weise entsprechend ausgeführt. Die Ergebnisse der Versuche sind im 
folgenden zusammengestellt: 
IL Chemische Eigenschaften. 
Die chemische Analyse ergab bei den drei Farbenproben ein 
Mischungsverhältnis von Schwerspat und Schwefelzink, das der Be- 
zeichnung „Lithopone 30 %" einwandfrei entsprach. Der Gehalt an 
Spat betrug bei Marke „Sachtleben‘ 69,87 %, bei Lithopone „Dort- 
mund” 70,1 %, bei Lithopone „Essen” 69,8 %. Ein Gehalt an Zink- 
oxyd oder Verunreinigungen mit Blei-, Eisen- oder Kalkverbindungen 
wurden bei keiner der drei Proben festgestellt, Nach der chemischen 
Untersuchung sind die drei Lithoponesorten demnach als gleichwertig 
zu bezeichnen. 
IL Technische Eigenschaften. 
a) Verdünnung und Ausgiebigkeit der streich- 
fertigen Farben. 
Zur Ermittlung der Ausgiebigkeit wurden Probeanstriche (Grun- 
dierung, II. und III, Anstrich) mit den drei Farben auf durchaus 
gleichartige Holzbretter von je zirka 1 qm Fläche ausgeführt. Der 
Verbrauch an streichfertiger Farbe wurde in der Weise festgestellt, 
daß der Farbtopf einschließlich Pinsel vor und nach den einzelnen 
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