Full text: Rationelle Betriebsführung im Malerhandwerk

einflussen. — Der jeweilige Grad der Wirtschaftlichkeit richtet sich 
natürlich wiederum nach der Größe des Betriebes und Umfang der 
Fabrikation, Bei einer Massenfabrikation wird immer ein höherer 
Wirkungsgrad erzielt werden, als dies bei Einzelanfertigung der 
Fall ist. 
Ganz nach Art der Arbeitsweise unterscheidet man drei ver- 
schiedene Typen von Zerstäubungsapparaten, Und zwar: Apparate, 
arbeitend nach dem: 
a) Schwersystem, bei welchem die Flüssigkeit durch 
eigene Schwerkraft der Zerstäuberdüse zufließt und das 
Zerstäuben der Flüssigkeit durch ein Nadelventil reguliert 
wird, 
b) Saugsystem: die zu zerstäubende Flüssigkeit wird mit- 
tels Preßluft injektorartig aus Behältern gehoben und zer- 
stäubt. 
6) Drucksystem: die Zerstäubungsflüssigkeit wird aus Be- 
hältern mittels Druck der Zerstäuberdüse zugeführt, 
Spritzfähig ist jede Flüssigkeit. Farben, die sich gut streichen 
lassen, sind auch gut spritzfähig, allerdings ist eine mehr oder 
wenigere Verdünnung zum Teil nötig, Farben mit hohem Wasser- 
gehalt, wie Spirituslacke, bereiten beim Auftragen mit Zerstäubungs- 
apparaten anfangs etwas Schwierigkeiten, da sie leicht Sprenkelungen 
aufweisen; durch Herabminderung des Druckes und Verwendung einer 
kleineren Düse kann man auch diesen Übelstand ganz beheben. Ver- 
wendet man Asphalt-Politur oder ähnliche fette Materialien, so ist 
es nötig, diese mit erwärmter Preßluft zu verarbeiten, und sie außer- 
dem nach Möglichkeit vorzuwärmen, 
Wie diese Apparate (Vorwärmer) aussehen, veranschaulichen 
die Abb, 2, 3 und 4. Im Prinzip sind alle Apparate gleich und 
unterscheiden sich nur in der verschiedenen Beheizungsart, ob mit 
Dampf (Abb. 2) oder mit Gas (Abb, 3) oder Elektrizität (Abb, 4) 
geheizt werden soll. Um die Wärme und den Wasserstand des den 
Farbstoff umgebenden Wassers kontrollieren zu können, ist der 
Farbtopf mit Wasserstandglas und Thermometer versehen, Kommen 
besonders dicke Farben zur Verwendung, so ist Luftdruck auf den 
Farbtopf zu leiten, dieser wird durch Anbringung eines eingeschalte- 
ten Reduzierventils auf gleichbleibender‘ Atmosphärenhöhe gehalten. 
Man unterscheidet vier Hauptgruppen von Lackmaterialien: 
a) Terpentinlösliche Lacke (Leinöl, Harz, bzw. Kopallacke); 
b) Spirituslösliche Lacke (Schellacke); 
c) Wasserlösliche Lacke (Leimlacke); 
d) Azetonlösliche Lacke (Celluloidlacke). 
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