Full text: Rationelle Betriebsführung im Malerhandwerk

verlust zu beklagen war. Infolge der regelbaren Düse war es aller- 
dings möglich, diesen auf ein Minimum herabzudrücken, dennoch 
hat man sich veranlaßt gesehen, diesem Übelstand durch Konstruk- 
tionsänderung abzuhelfen, Man hat (Abb. 6) die Nadel mit einer 
Bohrung a versehen, welche gleichzeitig als Luftkanal dient. Mit 
Hilfe dieser ist man imstande, den Streuungskegel im Brennpunkt 
abzulenken und ihn in einem graden Strahl weiterzuführen. Somit 
ist also eine ziemliche Begrenzungsmöglichkeit geschaffen. Noch grö- 
Bere Vorteile bieten für enorme Flächen die neuerdings gebauten 
Apparate mit kombinierter Flach- und Rundstrahldüse: die letzten 
Errungenschaften der Neuzeit, 
Da heute jeder Fabrizierende im Interesse der deutschen Wirt- 
schaft größten Wert auf rationelle Fertigung legen muß, dürfte wohl 
gerade dieses in der Abhandlung beschriebene Verfahren eine nicht 
unwesentliche Rolle spielen, Die Apparate sind ihrer Billigkeit 
wegen fast für jeden zugänglich und die Unterhaltungskosten sind 
geringer als die einer Malerwerkstatt. Ferner ist durch eine jetzt in 
Frage kommende Maschinenarbeit im Malergewerbe die Möglich- 
keit geboten, mit ruhigem Gewissen eine zuverlässige Kalkulation 
abzugeben, da man auch hier, wie bei jeder Maschine, die Arbeits- 
leistung einer Spritzpistole rechnerisch ermitteln kann. Aber damit 
nicht genug, Auch der Farbverbrauch sowie Farbverlust läßt sich 
einwandfrei ermitteln. Wie und wodurch das möglich ist, darüber 
sei in einer Sonderabhandlung, die durch Beispiele einen Einblick 
in die gesamte moderne Vorkalkulation gibt, näher berichtet. An- 
schließend daran sollen auch die zur Anlage gehörenden Unkosten 
vor Augen geführt werden, um dadurch alle bisher bestehenden 
Zweifel gegen dieses Verfahren zu beseitigen, 
Fortsetzung über wirtschaftliche Ausnützung der Spritzapparate 
sowie Anlage-Unkosten {folst, 
78
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.