Metadata : Die deutsche Zigarettenindustrie

420

Wertstabilisierung  des  Dollars.

Dem  vorliegenden  Plane  gemäß  wäre  also  erstens,  für  die  Berechnung
einer  offiziellen  Indexnummer  der  Preise  Sorge  zu  tragen,  und  zweitens,
würde  das  offizielle  Gewicht  des  virtuellen  Dollars,  zu  dem  die  Regierung
Goldzertifikate  an  die  Goldproduzenten  ausgibt  oder  die  von  den  Juwelieren
überreichten  Goldzertifikate  einlöst,  entsprechend  zu  adjustieren  sein.  Mit
anderen  Worten:  Die  amtlichen  Goldpreise,  zu  denen  die  Regierung  bereit
ist,  je  nach  Wahl  des  Publikums  Gold  zu  kaufen  oder  zu  verkaufen,
müßten  eine  entsprechende  Anpassung  erfahren.
Kurz,  der  Plan  verfolgt  den  Zweck,  das  Gewicht  des  Dollars  virtuell
entweder  höher  oder  niedriger  zu  stellen  (d.  h.  den  Preis  des  Barrengoldes
nach  aufwärts  oder  nach  abwärts  festzulegen),  was  in  einem  genauen  Verhältnis ­
  zu  den  Abweichungen  der  Preisindexnummer  über  oder  unter  Pari
zu  geschehen  hätte.
Es  sollen  nun  noch  in  aller  Kürze  einige  Einzelheiten  in  Bezug  auf  die
Durchführung  des  Planes  erwähnt  werden.  Der  Leser  erwartet  gewiß  noch
eine  Aufklärung  darüber,  in  welcher  Weise  bei  einem  solchen  System  die
wirklichen  Goldmünzen  zur  Verwendung  kommen.  Die  in  Zirkulation
befindlichen  Goldmünzen  fortwährend  umzuprägen,  würde  sich  natürlich
als  unausführbar  erweisen.  Doch  wäre  dies  auch  ganz  unnötig.  Die  zum
Gewichte  von  25.8  Gran  per  Dollar  vorhandenen  Goldmünzen  würden  unverändert ­
  bleiben  und  die  neu  zu  prägenden  Goldstücke  hätten  dasselbe
Gewicht  zu  erhalten.  Die  Goldmünzen  würden  einfach  den  Charakter  der
jetzigen  Silberdollar  annehmen,  d.  h.  sie  würden  sich  in  Münzwertzeichen
verwandeln.  Sie  würden,  den  Goldzertifikaten  gleich,  bloße  Lagerscheine
oder  sozusagen  „Metallanweisungen“  für  das  in  den  Schatzkammern  der
Regierung  in  Depot  hegende  Barrengold  darstellen.  Mit  anderen  Worten
ausgedrückt  würden  die  Goldmünzen  bloße  Goldzertifikate  bedeuten,  die  anstatt ­
  auf  Papier  auf  Gold  gedruckt  sind.  Die  Benutzung  würde  genau  dieselbe ­
  wie  diejenige  der  Goldzertifikate  sein,  nämlich,  die  Münzen  können
dem  Goldproduzenten  gegen  sein  Barrengold  ausgegeben  und  von  denen,
die  Barrengold  für  den  Export  oder  für  das  Kunstgewerbe  benötigen,  eingelöst ­
  werden.
Das  über  das  Gewicht  des  gemünzten  Dollars  hinausgehende  Barrenmetall ­
  würde  mit  der  allgemein  unter  dem  Namen  „Münzgebühr“  bekannten
Ähnlichkeit  haben,  so  daß  der  Vorschlag  gewissermaßen  als  ein  Plan  zur
Wiederherstellung  des  ehemaligen  Brauches  einer  „Münzgebühr“  auf  Goldmünzen ­
  bezeichnet  werden  kann.  Wenn  also  zu  irgendeiner  Zeit  der  virtuelle
Dollar  auf  35.8  Gran  zu  stehen  käme,  so  würde  das  Mehr  von  zehn  Gran
über  dem  Werte  der  25.8  Gran  wiegenden  Dollarmünze  die  „Münzgebühr“
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.