fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

NACHTRÆGE. 
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aber unzweifelhaft eine noch viel grössere Zahl. Ein starker Contrast 
gegen die vielgerühmte Blüthe alles Verkehrs! 
S. 03. Handel Algeriens. Der durchschnittliche Jahresbetrag war: 
Einfuhr 
1831—35 cinschliesslicli 9’2()0,000 
1836—43 „ 50'806,000 
1844—60 ^ 88'347,000 
1851—66 ^ T8'363,000 
Ausfuhr 
1’666,000 Fr. 
4’865,000 
9’800,000 
32’725,000 
Der Totalbetrag war von 183U—55: 
Einfuhr 1,463’00(),000 Fr. 
Ausfuhr 379^482,000 
Differenz 1,083'518,000 
Ein Opfer Frankreichs von mehr als einer Milliarde andeutend! 
Zu Russland. 
S. 68. Bevölkerung Polens. Dieselbe, 1846 4’867,129 Menschen 
betragend, ist um mehr als 200,000 herabgesunken. Die Zahl der 
Katholiken allein hat sich in diesen 10 Jahren um 187,574 vermin 
dert, indem dieselbe 1856 nur noch 3’607,313 betrug. 
S. 69. Städte. Die Südseite Sebastopols hatte im Aug. 1856 
zwar wieder eine Civilbevölkerung, aber erst von 1500 Menschen. 
Dazu kamen 3000 Seeleute. 
S. 74. Schdd. Im August 1856 ward die Ausgabe von drei 
weiteren Serien Papiergeld (Serien 46—48) zusammen im Betrage von 
9 Mill. Silber-Rubel, angeordnet. 
S. 79. Truppenverluste im orientalischen Kriege. Das „Pays“ 
veröffentlichte eine Berechnung, welche den Verlust der Landarmee 
zu 277,000 M. schätzte. Ausserdem soll die Mannschaft der Flotte 
des schwarzen Meeres von 38,400 M., nicht weniger als 23,000 ein- 
gebüsst haben. 
S. 79. Armeereduction. Nach den bei der Krönung des Kaisers 
Alexander II. gemachten Verheisungen, sollen „im laufenden Jahre 
(1856) und den drei nächstfolgenden Jahren« keine Rekrutenaushe 
bungen stattfinden. Der wahre Grund dieser Maassregel ist, dass 
man gegenwärtig zu viel Truppen hat, — weit mehr als die ross. 
Finanzen zu unterhalten erlauben. Man kann nähmlich die Ausge 
hobenen in Russland nicht mehr beliebig nach Hause schicken. Mit 
der Aushebung traten sie für immer aus ihrem Gemeindeverbande 
(siehe S. 85), und sie entbehren somit einer „Heimathsgemeinde 
welche, wenn nöthig, für sie zu sorgen verpflichtet wäre. 
Zu Oesterreich. 
S. 90. Volkszahl. Die Bevölkerungsangaben, welche aus früherer 
Zeit als 18‘'*V51 stammen, beruhen nur auf Schätzungen, nicht auf 
wirklichen Aufnahmen. Indessen hebt selbst die Direction der admi 
nistrativen Statistik ausdrücklich hervor, dass sich bei allen Stäm 
men, mit Ausnahme der Romanen, in den letzten Jahren eine Ab 
nahme, eine Verminderung, ergeben habe.
	        
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