Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

NACHTRÆGE.

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den  mit  der  von  uns  bemerkten  Volkszalil  auf.  Nur  1st  die  Ziffer
von  Marseille  ein  wenig  modiücirt,  zu  198,945.  Ferner  fügen  wir
zur  Ergäuzung  bei:  Brest  mit  61,160;  Reims  45,754  :  La  Guillotière
(Vorstadt  von  Lyon)  43,524.  —  Eine  neue  Bevölkerungsaufnahme
zu  l'aris  im  .labre  1856  soll  eine  Einwolincrzahl  von  l’l74,333  Menschen ­
  ergeben  haben.
S.  43.  Zollertrà'gnisse.  Unsere  Voraussagung:  dass  gerade  nach
Wiederherstellung  des  Friedens,  gerade  nach  Wiederkehr  der  gewöhnlichen ­
  Verhältnisse,  jenes  Steigen  der  indirecten  Einkünfte,  auf
das  man  so  stark  gerechnet,  einen  Rückschlag  erfahren  werde,  —
hat  sich  bereits  in  grosser  Ausdehnung  zu  bestätigen  begonnen.  So
stellten  sich  die  Zollerträgnisse  in  den  8  ersten  Monaten  der  letztverflossenen ­
  drei  .Jahre  folgend  ermaassen:

1854  1855  1856
93'7T3,039  Fr.  139’264,‘210  114’592,525  Fr.
Sonach  Verminderung  im  letzten  .Jahre  von  mehr  als  24^/^  Milk,
und  wenn  sich  auch  gegen  1854  noch  eine  Mehreinnahme  von  etwas
über  20Ya  Mill,  ergibt,  so  rührt  selbst  dieses  Mehr  grösstontheils  nicht
von  einer  Vermehrung  des  Handels,  sondern  zunächst  nur  davon  her,
dass  mau  die  Zollabgaben,  durch  Einführung  eines  zweiten  décime
de  guerre,  um  weitere  10  l’roc.  erhöht  hat.
S.  44.  Bicdget  für  1857.  Dasselbe  schliesst  so  ab:

Einnahmen  (ordentliche  und  ausserordentliche)
(wirklicher  Dienst  .  .  1,174’969,226
Ausgaben  ^  Jietriehs-  u.  Erhehungskosten  523‘935,438

Fres.  ],709’874,512
1,(J98’904,664

Hierunter  sind  begriffen  :

Ausserordentliche  Ausgaben  53‘564,000
„  .  Einnahmen  1‘129,286
Gleichzeitig  wurden  bereits  ausserordentliche  (Supplementarcreditc)
bewilligt.
S.  45.  Budget  der  Stadt  Paris.  Dasselbe  ward  im  Jahre  1855
factisch  bis  zur  Unkenntlichkeit  überschritten.  Vermittelst  An  leben
steigerte  man  die  Einnahme  bis  auf  die  enorme  Summe  v.  139’312,208
Frk.  Die  wirklichen  Ausgaben  beliefen  sich  auf  112’125,022.  Das
Octroi  (Stadtaccise)  bildet  die  weitaus  bedeutendste  Einnahmsquelle;
dasselbe  ertrug  41’8  7  2,812  Frk.
S.  52.  Armee.  Der  active  Bestand  der  Garde  soll  nur  etwa
25,000  Mann  betragen.
S.  54.  Russischer  Feldzug  von  1812.  Unsere  Angabe,  dass
Napoleons  „grosse  Armee“  im  Russ.  Feldzuge  von  1812  nur  zur
kleineren  Hälfte  aus  Franzosen  bestanden  habe,  wird  durch  die  Berechnung ­
  eines  deutschen  Militärschriftstellers  bestätigt.  Darnach
zählte  Napoleons  Heer  :
Infanterie,  Bataillone:  299  französ.,  306  verbündete,  zus.  605
Cavallerie,  Schwadronen:  251  „  275  „  „  526
Pferde:  34,580  „  40,140  „  „  74,720
Die  Zahl  der  Franzosen  vermindert  sich  aber  noch  äusserst  bedeutend, ­
  wenn  man  gebührend  abrechnet  die  ihnen  damals  zugezählten
            
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