kettenfäden, der letztere Doppel- oder auch einfache Ketten-
fäden hat. In den Preislisten der deutschen Konventionsfabriken
findet man nach Karmarsch-Fischer als Normalbreiten angegeben
für den gewöhnlichen Juteköper 737 mm, für den. Feinjuteköper
1143 mm, während die schottischen Fabriken, darunter nament-
lich auch Dundee, 686 mm als Bezugsbreite haben. Außerdem
gibt es noch sogenannte gebrochene Köper, Drellmuster, die
im englischen den Namen Broken Twilleds führen.
Ebenso sind die Hopfentuche (Hopopketings) hierher zu
zählen. Vierschäftige Gewebe mit einfacher Kette, die wie bereits
ihr Name sagt, zur Herstellung von Hopfensäcken verwendet
werden, und zwar zu solchen in Breiten von 1143, 1219 und
1270 mm. Die Benutzung der Hopfentuche zu anderen Arten
von Säcken ist dermaßen geringfügig, daß Einzelheiten in dieser
Hinsicht anzuführen sich erübrigt.
Es möge nicht unerwähnt bleiben, daß zu den Juteleinen
(Hessians) und zu den Köpergeweben (Twilleds) auch Flachs-
werggarne als Kettengarne gebraucht werden. Derlei Gewebe
heißen in Dundee Tow-warp-Hessians beziehentlich Tow-warp-
Twilleds. Besonders schwere Sorten ‚der Tow-warp-Hessians
gelangen. auch unter der Bezeichnung Paddings in den Handel.
Schließlich sei noch bemerkt, daß Jutegewebe durch farbige
Streifen und bunte Würfelungen entsprechend gemustert werden.
Bei der Formgebung der Säcke spielt vor allen Dingen der
Gesichtspunkt der Schwere eine große Rolle. Man wird das
Sackmaß so bemessen, daß eine runde Gewichtszahl des zu ver-
packenden Gegenstandes in dem Sack sehr gut verpackt werden
kann. Die Größe des Gewichtes ist verschieden und hängt
sogar vom üblichen Gebrauch am Verwendungsorte ab. So
werden z. B. in Sachsen für Mehl 1—11%,-Zentnersäcke vor-
gezogen, während man in Bayern und Schlesien für Mehl Doppel-
zentnersäcke wählt.
Weitere Verwendung von gebrauchten Säcken.
Der Amerikaner verwendet gebrauchte Säcke so gut wie
nicht zu weiteren Zwecken. Aus diesem Grunde lassen sich
deutsche Sackhändler große Schiffsladungen leerer gebrauchter
amerikanischer Säcke nach Deutschland kommen. Diese ge-
brauchten Säcke werden ausgeklopft, auf Löcher und Beschädi-
gungen geprüft, geflickt und weiterverkauft. Werden Säcke
ausgeklopft, die zum Versand von Nahrungsmitteln wie z. B.
Mehl, Kleie, Zucker usw. dienen, so wird das Ausgeklopfte
wieder gesammelt und an Schweinezüchtereien verkauft.
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