einer Sackbinde zuschnürt. Die Sackbinden sind allgemein
68 cm lang und mindestens dreifach, seltener zweifach gekordelt.
Zuweilen werden auch angenähte Bänder verwendet, z. B. in
der Landwirtschaft. Der. über der Binde hervorstehende Teil
des Sackes, die sogenannte Rose, kann in verschiedener Weise
gebunden werden,
In Deutschland ist der sogenannte Müllerbund im Gebrauch.
Der Bund kommt dadurch zustande, daß man die beiden oberen
Enden zusammenfaltet und in 2 cm Höhe umfaltet und so nach
unten zusammenrollt. Die Rolle, die sich über die ganze Breite
des Sackes erstreckt, wird von beiden Seiten nach der Mitte
harmonikaartig zusammengeholt und dann erst mittels einer
Binde gebündelt, wie die Abb. 258—262 zeigen.
Abb. 258—262. Herstellung des Müllerbunae
Fast jeder Sack ist oben normal umgenäht. Die Vernähung
an den Seiten geschieht entweder durch Handnaht, Rollnaht
oder Kettennaht.
Die Handnaht entspricht der gewöhnlichen Kleidernaht,
wobei der Faden einmal über und einmal unter der Verbindungsstelle
durchgeführt wird. Beim Sack wird sie doppelt ausgeführt,
und zwar in der Form, daß. an. den Stellen, wo der Faden der
einen Naht außen liegt, der Faden der anderen innen geführt
ist und umgekehrt. (Abb. 263—265.)
Die Rollnaht entspricht der überwendlichen Schneidernaht,
d.h. der Faden wird um die Stoßstelle herumgeführt und etwas
höher wieder durchgesteckt. Diese Naht wird teils mit Hand,
teils mit Maschine genäht. (Abb... 266—268.)
Die dritte, die Kettennaht, wird fast nur mit der Maschine
genäht. Auch hier liegt wieder eine doppelte Naht vor, indem die
innere Schleife durch den Schiffchenfaden festgehalten wird.
(Abb. 269—271.)
Eine Bezeichnung der Säcke durch Farben oder farbige
Streifen, die auf den Inhalt des Sackes oder die Masse desselben
schließen lassen, ist nicht gebräuchlich. Es finden sich vielfach
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