werden. Am besten werden z. B. Bleirohre auf Trommeln
gewickelt versandt. Hierbei müssen aber die Seitenwände der
Trommel über das aufgewickelte Rohr scheibenartig hervorragen,
damit die Trommel nicht etwa auf dem Bleirohr selbst steht. Bei
Aluminium ist es interessant, daß die schlechteren Sorten und
dünneren Gegenstände viel druckempfindlicher sind als die
besseren schwereren Sorten. Die schlechteren Sorten erfordern
daher eine teurere und steifere Verpackung und bessere Zwischen-
füllung mit Füllmaterial als die besseren Sorten. Für den Stadt-
versand kann ganz weiches Material, wie Butterstückchen, lose
verschickt werden. Es empfiehlt sich dann, diese in eine Kiste,
wie Abb. 30 zeigt, einzubringen, die durch Schieber. so unterteilt
ist, daß sich die einzelnen Stückchen nicht gegenseitig drücken.
Bei gewissen Käsearten muß selbst beim Transport auf ihre Weich-
heit Rücksicht genommen werden. So dürfen z. B. die großen
Algäuer Rundkäse, die radförmig geformt sind, nicht auf der
hohen Kante stehen, weil sie sonst wegen ihrer Weichheit zu-
sammensinken würden. Der hierfür verwendete Kübel muß
stets die Aufschrift ‚Hier oben‘ oder ‚Nicht kanten‘“ tragen.
Als Füllpackung muß hier, da der Käse außer seiner Weichheit
auch noch klebrig ist, Papier jeder Art und Holzwolle vermieden
werden. Man legt anstatt eines Papierbogens zur Abdichtung
der Kiste ein Holzfournierplättchen auf, was leicht abgelöst
werden kann und nicht so fest klebt wie Papier.
Bei elastischen Gegenständen braucht man bei der Ver-
packung im allgemeinen keine so großen Rücksichten gegen Stoß-
sicherheit zu nehmen, weil sie ausweichen können. Hierbei
ist zu beachten, daß gewisse Gegenstände, wie z. B. Automobil-
federn, nur in einer Richtung elastisch sind. Man kann auch die
Eigenschaft der Elastizität zwecks günstiger weicher Einlegung
von Gegenständen in die Packung selbst benutzen. So werden z. B.
die Kisten für Automobile vielfach etwas niedriger als der ausge-
federte Wagen gehalten, so daß der Wagen in der geschlossenen
Kiste unter Anspannung der Federn weich und doch bewegungslos
eingelagert ist.
Bei kompakteren Gegenständen ist vom Standpunkt der
Ware aus, soweit hier nicht andere Rücksichten der Schutz-
bedürftigkeit mitsprechen, auf die Dichtigkeit der Umhüllung
kein allzu großer Wert zu legen. Kompakte Waren können aus
der Kiste nicht auslaufen. Sind die Gegenstände dagegen mehlig
oder sogar stark mehlig, so richtet sich die ganze Art der Ver-
packung in der Hauptsache nach dieser Eigenschaft. So wird
z. B. feines Weizenmehl im Auslandsexport meist in Doppelsäcken
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