Full text: Wirtschaftliches Verpacken

300 zeigen noch einige gerade gegen Verschrammung verpackte 
Möbel und einen zusammenlegbaren Kinderwagen. Hier tritt 
das Moment des Schutzes gegen Verletzung des Anstriches ganz 
besonders deutlich hervor. Die Teile sind nur so gepackt, daß 
die Verletzung des Anstriches vermieden wird, während sonst 
jeder Druck und Stoß auf das Gefüge des Möbelstückes un- 
gehindert eintreten kann. Bei besseren Möbeln, namentlich Politur- 
möbeln, kann der Schutz nicht wie auf den genannten Abbil- 
bildungen nur durch Pappe vorgenommen werden, sondern 
unter dieser Pappe befinden sich noch Filztuch, Heu und dergl., 
die auch Druck fernhalten. Große feinlackierte Waggons, auf- 
montierte Automobil-Karosserien, Autos usw. werden am besten 
so eingebaut, daß wohl der Unterteil, beim Auto das Chassis, 
vollkommen in die Kiste eingekeilt ist, daß aber der obere Teil 
an keiner Stelle die Kistenwand selbst berührt, am besten auch 
nicht an Puffern anliegt. Hierbei kommt es dann natürlich 
darauf an, die Federung des Wagens vollkommen auszuschließen. 
Auch bei weichen Teilen ist oft eine Empfindlichkeit gegen 
Anritzen vorhanden, so z. B. bei den früher bereits erwähnten 
Ledersesseln. Um das Leder hier zu schonen, ist das ganze Möbel 
zunächst in weiches Papier eingeschlagen, hierüber kommt eine 
Heu- oder Strohschicht, die wieder in Jute eingehüllt ist. Das 
Ganze wird in einen Verschlag eingebaut. Besonders gefährlich 
für alle genannten Gegenstände sind die Kranhaken und die 
Verladehaken, welche die Verstauer vielfach verbotenerweise 
benutzen. Hiergegen ist nur die geschlossene feste Kiste ein 
Schutz. Bei allen anderen Arten von Packungen muß man eine 
Verletzung durch diese schweren Einflüsse befürchten. 
Insektenschutz 
Bei Export nach verschiedenen, namentlich tropischen, 
Gegenden muß Rücksicht auf Angriff der dortigen Fauna auf 
das Packmaterial genommen werden. So sind namentlich Kisten, 
die dem Landtransport in diesen Gegenden ausgesetzt sind, durch 
Termitenfraß ausgesetzt. Hiergegen soll in gewisser Weise ein 
Kohlenteerüberzug über die Kiste schützen. Bei anderen Gegen- 
ständen, bei denen man besonders Wert darauf legt, daß Schäd- 
linge, wie Holzwürmer, nicht eindringen können. genügt der 
Teerüberzug nicht. Man verwendet hier Einsätze. So muß man 
z. B. bei Leguminosen in den Holzkisten noch einen Zinkeinsatz 
anbringen. Bei Pelzen und Fellen ist Mottenfraß gefährlich. 
Auch hier ist Einsetzen in einen zu verlötenden Zinkeinsatz 
wertvoll. 
1928
	        
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