und Versand derartiger Flüssigkeiten sind aber verschiedene
explosionssichere Gefäße am Markt, von denen wohl die
bekanntesten die Konstruktionen der Fabrik explosionssicherer
Gefäße in Salzkotten sind. Abb. 302 und 303 zeigen solche Gefäße
teilweise im Schnitt. Man sieht hier das Prinzip, das dem der
Davyschen Grubensicherungslampe durchaus ähnelt. Die Menge
der * brennbaren Flüssigkeit ist von der Außenluft durch ein
Drahtgitter geschützt, durch das die Flamme nicht durch-
schlagen kann. Dieses Drahtgitter ist, halb abgelöst von dem
inneren Schutztohr, auf Abb. 302 besonders gut zu erkennen.
Innerhalb des Drahtgitters ist noch ein Schutzrohr, welches
reibeisenähnlich mit nach außen stehenden Zacken perforiert
ist. In dieses Schutzrohr wird der Schlauch eingehängt
und kann nun das feinere Drahtgitter nicht mehr ver-
letzen. Schutzmantel und Drahtgitter sind fast bis auf den
Boden des Gefäßes durchgeführt, damit sie dauernd in der
Flüssigkeit stehen und gekühlt werden, so daß die Flamme nicht
durchschlagen. kann. Selbstverständlich müssen auch die Luft-
Öffnungen mit Drahtgeflecht, was allerdings weder geschützt
sein braucht und auch nicht so tief in den Raum hineinhängen
muß, abgedeckt sein. Der Füllzylinder ist sehr weit, so daß auch
die Luft neben dem Schlauch beim Füllen entweichen und beim
Aussaugen eindringen kann.
Vielfach sind die Gefäße gegen
Explosionsgefahr, wenn sie in
einem brennenden Raum liegen
sollten, noch durch einen beson-
deren Verschluß gesichert. Abb.
303 oben links zeigt einen Auf-
schraubverschluß, in dem ein
Sicherheitsplättchen mit einem
leicht schmelzenden Lot ein-
gesetzt ist. Wird der Raum,
in dem die Gefäße lagern,
heiß, so schmilzt das Lot, und
sobald innerer Druck entsteht,
fällt das Plätchen ab. Das Ge-
fäß kann dann ruhig ausbren-
nen, ohne daß Drucksteigerun-
gen im Gefäß selbst eintreten,
= da die Flamme durch das
me En Drahtgitter‘ nicht. hineinschla-
A.-G. gen kann.
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