Deckel vor und wird durch die halbrunde Kisengarnierung
geschützt. Verschlossen werden die Metallfässer durch eine
Öffnung mit Gewinde, in die ein Spund eingeschraubt wird.
Gewöhnlich wird die Dichtung durch zwischengelegte Lappen
oder Papier, die vom Spundkopf auf die Dichtungsfläche ge-
drückt werden, noch gesichert. Im Gegensatz zu den Holzfässern
haben Metallfässer im allgemeinen kein Zapfloch im Boden,
wodurch beim Auslassen der Flüssigkeiten die Luft zutreten
könnte. Das Zapfloch ist bei Eisenfässern auch nicht so not-
wendig, weil durch das größere Spundloch die Luft neben dem
austretenden Inhalt in das Faß hinein kann.
Einen anderen Verschluß zeigt Abb. 86 in einem glatten
Metallfaß, bei dem am Boden eine große Öffnung ausgespart ist,
in die ein Deckel eingedrückt wird. Derartige Fässer, Hobboks
genannt, werden vor allen Dingen für Teer, Sirup, Frucht-
marmelade und dergl. Verwendung finden. Die Abb, 86 zeigt
zwei besondere Konstruktionen, und zwar sind beide ohne
Ringverstärkung, die eine glatt nur mit Verstärkungen an den
Enden, daher sehr empfindlich; die andere mit gewellter zylin-
drischer Wand, wodurch die Festigkeit bedeutend erhöht wird.
Milchkannen
Den Fässern sehr ähnlich, aber doch anders geformt, sind die
Milchkannen, die besonders zum Transport frischer Milch ein-
gerichtet sind, Sie können aber auch für Öl Verwendung finden.
Meistens sind sie aus einem 11% —2 mm starken verzinkten Eisen-
blech hergestellt, haben einen Inhalt von 10—50 Liter und einen
kräftig vorstehenden Bodenreifen. Wegen des dauernden Hin-
und Hertransportes und der schlechten Behandlung, der sie
dabei ausgesetzt
sind, sind sie sehr
kräftig. konstruiert.
Sie werden ge-
2)
Abb. 86. Blech-
Hobboks. Abb. 87. Milchkannen.
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