Full text: Wirtschaftliches Verpacken

und als Füllmaterial, sondern auch ausnahmsweise für die direkten 
Versandkartons des Glases für den Inlandverkehr. 
3. Diese Art ist die stabilste und wird deshalb zur Her- 
stellung von Kartons verwendet (Abb. 241). Die nach außen zu 
liegende Seite des aus Wellpappe hergestellten Kartons ist aus einer 
besonders festen Lage und erhält, um eine besondere Stabilität 
vorzutäuschen, oft eine bräunliche lederartige Färbung. In 
manchen Fällen wird Strohpapier hierzu verwendet. Vor 
allen Dingen wird gern das gewellte Papier aus Strohpapier 
hergestellt, um dadurch eine größere Haltbarkeit zu erzielen. 
Das Strohpapier hat allerdings den Nachteil, daß es einen Ge- 
ruch ausströmt, den verpackte Nahrungsmittel, z. B. Tee, 
Schokolade, Kakao, leicht annehmen und den Geschmack dieser 
Nahrungsmittel nachteilig beeinflussen. Aus diesem Grunde 
zieht die Nahrungsmittelindustrie Holzkisten derartigen Well- 
papp-Packungen vor. . 
Vergleichen wir diese drei Arten wie sie in der Abb. 239 —241 
dargestellt sind, so leuchtet ohne weiteres ein, daß die zweite 
Gattung der ersten, die dritte der zweiten in Haltbarkeit be- 
stimmt überlegen sein wird. Dagegen werhält sich zu dieser 
Haltbarkeit umgekehrt die Elastizität, wie sie vor allen Dingen 
von Füllmaterial verlangt wird. In den Vereinigten Staaten 
von Nordamerika findet die Wellpappe ganz besonderen Zu- 
spruch, und hat dort die Holzkiste im Inlandsverkehr fast voll- 
kommen verdrängt. Grund hierfür ist vor allen Dingen die 
Billigkeit und Leichtigkeit der Wellpappe, die nicht nur dort, 
sondern auch bei uns augenfällig hervortritt. Nach Angaben 
der Industrie kostet 
dünnes Kistenholz drei- FA “AR 
mal so viel als Well- => > 
pappe, die diesem Ki- SETS EEE 
stenholz in Festigkeit 
und Haltbarkeit = all: Abb. 242. Buchpackung. 
kommen gleichkommt. ne nn . 
Kin weiterer Vorteil 
der _Wellpapp-Packun- 
gen Ist der, daß sie bei 
starker Beanspruchung 
der Packung zwar teil- 
weise eingedrückt, aber 
nicht zersplittert wer- SE 
den können, wie es bei | ; 
der Holzkiste der Fall Abb. 243. Flasehenpackung. 
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