Full text: Die politische Ökonomie des Rentners

Ergebnisse 127 
Daraus folgt erstens: Zum Tausch gelangen „von beiden 
Seitendietauschfähigsten Bewerber +; nämlich die 
Käufer, die die Ware am höchsten (A1 bis A5) und die Ver- 
käufer, die sie am niedrigsten schätzen (B 1 bis B 5)".“ 
Zweitens: „Es kommen von jeder Seite so viele 
Bewerberzum Tausch, alses, wenn man die Be- 
werber nach der absteigenden Rangordnung 
ihrer Tauschfähigkeit‘paart, Paare’ gibt, in- 
nerhalb deren der Kauflustige die Ware einer 
größeren Summe des Preisgutes gleichschätzt 
alsder Verkäufer®.“ 
Drittens. „Bei beiderseitigem Wettbewerbstellt 
sich der Marktpreis innerhalb eines Spiel- 
raumesfest, dernachobenbegrenztwirddurch 
die Wertschätzungen des Jetzten noch zum 
Tausch kommenden Käufers und des tausch: 
fähigsten ausgeschlossenen Verkaufsbewer- 
bers, nach unten durch die Wertschätzungen 
des mindesttauschfähigen noch zum Tausch 
gelangenden Verkäufersund destauschfähig- 
sten vom Tausch ausgeschlossenen Kaufbe- 
werbers”.“ Faßt man die oben erwähnten Paare als „Grenz- 
paare‘ auf, so ergibt sich folgende Formulierung für das Preis- 
gesetz: „Die“ Höher’des Marktpreises wird be 
grenzt und bestimmt durch dieHöhe: der sub” 
jektivyven Wertschätzungen der beiden Grenz- 
paare®,* 
Soweit der Mechanismus des Wettbewerbs, d. h. der 
Prozeß der Preisbildung von seiner formalen Seite aus. Dem 
Wesen der Sache nach ist es nichts anderes als eine ausführ- 
liche Formulierung des längst bekannten Gesetzes von Angebot 
und Nachfrage. Deshalb ist eben diese formale Seite der Sache 
von geringerem Interesse als ihr Inhalt, d. h. die quantitative 
Bestimmtheit des Tauschprozesses. Doch zunächst noch eine 
% Ib. S. 499. 
‘© Ib. S. 500. Unter Tauschfähigkeit versteht Böhm-Bawerk das Ver- 
hältnis zwischen dem zu erwerbenden und dem eigenen Gut. „Esistalso, 
allgemeingesagt, derjenige Tauschbewerberdertausch- 
fähigste, der sein eigenes Gut im Vergleich zum ein- 
zutauschenden fremden am niedrigsten, oder was das- 
selbe ist, der das fremde Gutim Vergleich zu dem dafür 
hinzugebenden eigenen Gut am höchsten schätzt. Ib., S. 491. 
Ib. S. 501. 
78 Ib. .S; 501.
	        
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