Full text : Die Entwickelung der Fabrikindustrie im lateinischen Amerika

PT =G y a =>
' Einleitung. SAN
Die hauptsächlichsten und leistungsfähigsten Industrieländer
 der Erde sind bis jetzt die Länder der nördlichen gemäßigten
 Zone und unter diesen wieder in Europa die
nördlichen, von der germanischen Rasse bewohnten Gebiete
gewesen. Auch auf dem amerikanischen Kontinent zeigt der
nördliche Teil der Vereinigten Staaten die. höchste industrielle
Leistungsfähigkeit, und im äußersten Osten wiederholt sich
in der industriellen Entwickelung von Japan dieselbe Erscheinung.
 Da man unter Fabrikindustrie die Verarbeitung
(und Veredelung) von Rohstoffen durch Maschinenkraft ver-Steht,
 so könnte man annehmen, daß die genannten Länder
reich an Rohstoffen sein müßten, auf die sich ihre industrielle
Entwickelung stützen könnte. Dies ist aber nicht der Fall.
Sie erzeugen die meisten der von ihren Fabriken verarbeiteten
Rohstoffe nicht selbst,‘ sondern müssen sie von auswärts
einführen. Dagegen besitzen sie die beiden, die Gründung
und die Entwickelung der Fabrikindustrie bedingenden Stoffe,
Kohle und Eisen, aus denen das Material für die Herstellung
der die Rohstoffe verarbeitenden Maschine und die diese
treibende Kraft gewonnen wird.
Hatte nun schon vor Einführung der Dampfmaschine
der Zufluß von Rohstoffen und deren Veredelung in den
germanischen Ländern der nördlichen gemäßigten Zone
dank ihrer stark entwickelten Handelsschiffahrt eine große
Ausdehnung angenommen, so ließen die tatkräftigen Bewohner
 der genannten Länder. sich den Vorteil nicht entgehen,
 der sich ihnen in der Dampfmaschine zur Überführung
 der Rohstoffverarbeitung vom Handwerksbetrieb zum
maschinellen Großbetrieb bot, und indem sie durch die
rasche Entwickelung des Verkehrswesens die Rohstoffe der
entferntesten Gegenden an wenige Stellen zusammenzuziehen
v. Gemmingen, Entwickelung der Fabrikindustrie.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.