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kantilistischen Sinne verändert hat, so blieb er doch auch
dort derselben Meinung mit Bezug auf die Naturkräfte als
»erste Grundquelle der Produktion« 1 ).
Weiter werden wir sehen, daß unser Autor, wie wir
das schon im letzten Kapitel betont haben, auch von A. Smith
direkt oder indirekt beeinflußt ist.
Diese Tatsachen zeigen, daß Kankrin, trotz seiner aus
gesprochen merkantilistischen Ansicht, auch gewisse fremde
eklektische Züge in seiner Lehre aufweist.
III. Kapitel.
Hauptpunkte der nationalökonomischen
Lehre von G. Kankrin.
G. Kankrin geht in seiner nationalökonomischen Lehre
von der Voraussetzung aus, daß die Erde hinsichtlich ihrer
Güter nur als ein Ganzes und das menschliche Geschlecht
nur als eine Familie zu betrachten sei, denn alle Völker seien
durch ihre mannigfaltigen Wechselbeziehungen fest aneinander
gekettet. 2 ) Deshalb sei es notwendig, bei der Besprechung
des Nationalreichtums immer auch »das Ganze des Welt
reichtums« im Auge zu behalten.
Das Verhältnis zwischen Weltreichtum und National
reichtum haben wir schon im vorhergehenden Kapitel be
sprochen. ■ Dort haben wir auch gesehen, daß eben der Ge
danke vom Weltreichtum und Nationalreichtum es ist, mit
dem Kankrin sich besonders gegen A. Smith rühmen zu
können und die nationalökonomische Wissenschaft bereichert
zu haben glaubt. Es muß aber dem entgegengehalten werden,
daß der Gedanke selbst eigentlich nicht gar so neu ist, denn
insbesondere A. Smith, gegen den hier die Spitze gewendet i)
i) Ök. 5. — 2 ) Weltr. 1.