; E. Die Mechanisierung der Bankbuchhaltung.
Deutschland, wodurch der Eindruck einer gewissen ungleichen und
willkürlichen Umorganisation hervorgerufen wird, ist teilweise
in dem Charakter unserer Banken begründet. In Girozentralen,
Kommunalbanken und Sparkassen, die ein gleichförmigeres Ar-
beitspensum erledigen, ist die Mechanisierung leichter und des-
halb weiter fortgeschritten, als in unsern Industrie- und Han-
delsbanken mit dem „Warenhauscharakter“..
Es darf auch nicht übersehen werden, daß die Durchführung der
Mechanisierung eine Kostenfrage ist. Die Rechnungsabschlüsse
der Großbanken für 1924 und 1925 sind durch Aufwendungen für
kostspielige Buchhaltungsmaschinen erheblich belastet.
Zwischen der Methode rein manueller Schreibarbeit und der
vollkommenen Umfstellung der Buchhaltung auf teure Spezial-
maschinen liegen zahlreiche Möglichkeiten, auch mit einfachen
Mitteln eine teilweise Mechanisierung - besonders im kleinen und
mittleren Bankbetrieb + durchzuführen. So können in der
Korrespondenz, die sich mit der Erledigung der Kontoüberträge
beschäftigt, auf einer einfachen Schreibmaschine gleichzeitig die
Belastungs- und Gutschriftsaufgaben einschließlich der Kopien
und die Primanota hergestellt werden. Ist der Begünstigte eine
Bank, die den Übertrag weiterleitet, so läßt sich ein weiteres
Formular ausfertigen, das diese als Ausführungs- und Be-
lastungsanzeige zurückschickt (üblich im Verkehr von Silialen
mit ihrer Zentrale). Die Anwendung des Billingverfahrens „ist
hier besonders vorteilhaft.
Eine wichtige Frage, welche Form und Umfang der Mechani-
sierung beeinflußt, ist die nach der Aus dehnung auf die
V orstadien der Verbuchung und die Art der Ver-
knüpfung von Vorstadien mit der Verbuchung. Daß
man die Durchschläge der Abrechnungen, nachdem man sie mit
Hilfe einer schreibenden Additionsmaschine addiert und zusammen-
geheftet hat, als Primanota verwendet, ist bei vielen Banken
Gepflogenheit. Skontren und Kontokorrente müjsen dann hand-
schriftlich eingetragen werden.
Um die handschriftliche Eintragung der (Effeizten- und Devi-
sen-) Skontren zu ersparen, kann man den zusammen mit der
Abrechnung hergestellten Durchschlag in der Weise perforieren,
daß man für jeden Posten einen schmalen Streifen abtrennen
kann, den man in das Skontro der betreffenden Gattung ein-
klebt. Der Vorteil dieser eine große Sorgfalt und Genauigkeit
erfordernden Arbeitsweise erscheint gering.
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