Full text: Bankbuchhaltung

l4 A. Allgemeines über das Rechnungswesen des Bankbetriebes. 
ständigen Nachprüfung zu unterziehen, ohne die Arbei t 
der Primanotissten dadurch zu stören. Wenn wir an- 
nehmen, daß der Buchungsstoff des Montag am Dienstag in 
Kontokorrente und Sammelbuch übertragen wird, und am Mitt- 
woch die Kontrollstation durchläuft, so würde die Primanota, die 
am Montag zur ersten Eintragung diente, erst am Donnerstag 
wieder zur Verfügung stehen. Auch wenn Übertragung und Kon- 
trolle sich schneller vollzösgen, würden für die Grundbuchungen 
verhängnisvolle Lücken entstehen. Von dem GHGrundsatz, daß 
jeder Geschäftsvorf all bei oder direkt nach seiner 
Abwic lung, mindestens aber am gleichen Tage in 
s eine Primanota eingetragen werden muß, darf bei der 
Fülle des Buchungsstoffes keinesfalls abgewichen werden, da sich 
sonst leicht Unordnung und Schlendrian einschleichen. Es be- 
stehen zwei Möglichkeiten, um diese Schwierigkeit zu beheben: 
1. Führung der Memoriale auf losen Blättern. 
Täglich wird mit einem neuen Bogen begonnen. Die Bogen 
werden innerhalb eines jeden Monats laufend numeriert und am 
Monatsschluß, nach Durchlauf aller Einzelbogen durch Buchhal- 
tung und Kontrolle gebunden aufbewahrt. Diese Handhabung 
garantiert ein ung estörtes Ne beneinanderarbeiten von 
Primanotisten, Kontokorrentbuchhaltern, Jour- 
nalbhuchführern und Kontrollbeamten. Das Snstem hat 
sich daher, obwohl Sauberkeit und Exaktheit beim Hantieren mit 
losen Blättern immer etwas notleiden, in einer großen Zahl 
von Banken Eingang verschafft. Dort wo man eine Mechani- 
sierung des Bankbetriebes durch intensivere Ausnutzung moderner 
Schreibmaschinen anstrebt, hat das Einzelbogensnstem den beson- 
deren Vorteil, daß für den gleichen Geschäftsgang eine Reihe 
von Unterlagen gleichzeitig mit der Buchung in die Primanota 
geschaffen werden können. (Vergl. S. 170 ff.) 
2. Führung mehrerer Grundbücher gleicher Art 
nebeneinander. 
Es können etwa drei Kasssaeingangsbücher gleichzeitig in Be- 
nutzung genommen werden, das erste für die Buchungsfälle am 
Montag und Donnerstag, das zweite für Dienstag und Freitag, 
das dritte. für Mittwoch und Samstag. Jedes dieser „u m schi ch- 
tigen“ Bücher kehrt nach seinem Kreislauf rechtzeitig zum 
Grundbuchführer zurück, so daß bei der Ureintragung niemals 
eine Unterbrechung erfolgt. In manchen Banken sind Grund-
	        
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