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gewaltige Einbürgerung erfahren, ja stellenweise den Mais er-
setzt. Dem entspricht die Kultur des Reises im Lande selbst
noch nicht. Denn trotzdem in allen südamerikanischen Staaten,
mit Ausnahme von Chile, Reis gebaut wird, so sind doch die
meisten von ihnen noch auf Zufuhr angewiesen, während einige
gerade den Bedarf decken oder sogar Reis ausführen; wie
Britisch-Guyana, das zum ersten Male 1906 einen Export
von 700 t aufwies. Von 1915—1919 wurde ein durchschnittlicher
Jahresertrag von 140 820 000 1b. erzielt. Aussicht, einmal sehr
wichtige Reisproduktionsländer zu werden, die neben der
eigenen Bevölkerung ganz Süd- und Nordamerika und West-
indien versorgen könnten, haben außer Britisch-Guyana vor
allem Venezuela, Peru, hauptsächlich aber Brasilien, das
in den Jahren 1919-—1920 etwa 500 000 t Reis erzeugte. Im
Staate Rio Grande do Sul wird die Kultur mit modernen Ma-
schinen betrieben. (43, S. 305.) Deutschland, Argentinien ünd
Uruguay sind die Abnehmer der brasilianischen Ausfuhr. In
allen diesen Ländern steht bewässerbares Reisland mit den
günstigsten Klimabedingungen genug zur Verfügung. Die
Qualität mancher Sorten soll hervorragend sein. Alle Regie-
rungen fördern deshalb auch den Reisbau nach Möglichkeit.
Auch Trockenreis wird in Südamerika gebaut. Das eingeführte
Produkt stammt in erster Linie aus Indien und nahm vor dem
Kriege seinen Weg zum großen Teil über Deutschland.
In Westindien hat die Reiskultur, trotz günstigen Klimas,
keine Bedeutung, weil das zur Verfügung stehende Land seit
langem von lohnenderen Kulturen mit Beschlag belegt ist. Doch
scheint der Anbau in der Dominikanischen Republik zu-
zunehmen.
In allen Staaten Mittelamerikas hat der Reisbau Eingang
gefunden. Er wird infolge der geringen Ausdehnung und der
gebirgigen Beschaffenheit dieses Übergangsgebietes zwischen
den beiden großen Kontinenten wohl niemals eine hervor-
ragende Stellung im Welthandel einnehmen, hat aber doch in
der Wirtschaft dieser Länder eine wachsende Bedeutung ge-
wonnen. Die Höhengrenze des Reises beträgt im allgemeinen
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