Full text: Reis

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6. Welterzeugung, Handel und Verbrauch. 
Die Hauptdaten hierüber lassen sich folgendermaßen zusam- 
menstellen. In allen Erdteilen wird heute Reis gebaut; nur 
wenige Gebiete der Erde aber liefern erheblicheren Überschuß, 
der im Welthandel erscheint. Die gesamte Welterzeugung 
dürfte sich auf rund 100 Mill. t belaufen. Davon bringt China 
allein schätzungsweise 40 Mill. t hervor, Britisch-Indien einschließ- 
lich Burma 34 Mill. t (1916/17); in weitem Abstande folgen Japan 
mit 7 Mill. t, Java mit 6 Mill. t, Indochina und Siam mit je 4,5 Mill. t, 
Korea mit etwas über 1,5 Mill. t (1916). Für alle übrigen reis- 
erzeugenden Länder zusammen bleibt also wenig genug übrig. 
Als Ausfuhrländer failen nur Indien, Indochina und Siam 
ins Gewicht. Copeland (43, S.332) gibt als annähernde 
Zahlen des augenblicklichen Ausfuhrüberschusses folgende an: 
MÄNTEL GO0.000;E 
N 
STAR ET S00000 € 
Vereinigte Staaten „1. u 300000 € 
HC A En 80 000 t 
SPC 0 ENT EEE 50000 t 
Brasilien N a EN 50000 t 
BErSICH AR At N a 50000 t (?) 
Kin weiterer kleinerer Überschuß wird noch erzeugt in Mada- 
gaskar, Irak, Brit.-Guyana und in manchen Jahren in Ägypten. 
Derinternationale Reishandel wird auf jährlich 6400000 t 
geschätzt; doch sind in dieser Zahl ziemlich große Rückexporte 
enthalten. Holland führt in der Regel mehr als 200 000 t aus, 
und Deutschland nicht viel weniger. 
Aber nicht nur die Hauptlieferanten, sondern auch die Haupt- 
einfuhrländer für Reis liegen im Orient. so daß im asiatischen 
Schiffsverkehr der Reis sogar die Kohle überbietet. China, 
Japan, Britisch-Malaya und Niederländisch-Indien dürften je 
eine Einfuhr von mehr als 0,5 Mill. t jährlich aufweisen, Ceylon 
mehr als 300 000 t, die Philippinen in manchen Jahren wenig- 
stens an 150 000 t. Eine kleine Gruppe von Ländern. wie Java 
und Japan, führen geringe Mengen hochwertigen Reises aus, 
aber viel mehr billigen ein. Die großen, dichtbevölkerten Reiche
	        
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