a}
Lehm. Die alten, meist stark lehmigen, sehr wenig humösen
Reisböden Javas zeichnen sich durch feines gleichmäßiges Gefüge
und Tiefgründigkeit aus (46, S. 17). Jack (73, S. 12) gibt {folgende
Gütetabelle der Reisböden der Malaiischen Halbinsel und
bemerkt dazu, sie könne allgemein als Grundlage zur Beurteilung
des Reisbodens genommen werden, wenn dem Bedürfnis
der Bewässerung genügt werden kann:
Klasse | Humus Ton | Feinstaub [Staub | Sand X
I 3—7 25—65/ 20—60 10—25| 2—10
2 | 2—5 15—30/| 25—40 15—35/20—40
Ss = 5—20 En
ı (außer Moor)
Moor Ik über 10_ 115—40! 20—50 ..5—15' 0—10
Fesca (56, S. 116) sagt über den Reisboden, daß für den Anbau
des Wasserreises der Boden möglichst hohes Absorptionsvermögen
für Pflanzennährstoffe mit hinreichender Durchlässigkeit
verbinden soll. Bei schwachem Absorptionsvermögen werden
durch die Bewässerung um so größere N ährstoffmengen ausgewaschen,
je durchlässiger der Boden ist. Zu große Durchlässigkeit
bedingt reichlichen Wasserbedarf zur Bewässerung,
dagegen machen sich in zu undurchlässigem Boden die schädlichen
Folgen des Luftmangels geltend. Je schwerer und undurchlässiger
der Boden ist, desto nachteiliger wirken hoher
Eisen- und Humusgehalt; viele Reisböden sind mit Raseneisensteinadern
und -Bröckchen oder fuchserdeartigen Bildungen
durchsetzt. Außerdem ist die Wirkung des Humus im Reisfelde
überhaupt eine weniger günstige als im trockenen Felde; sehr
humusreiche Reisböden geben stets saure Reaktion. Bei hinreichender
Durchlässigkeit lassen sich diese Übelstände aber
durch sachgemäße Bearbeitung, Düngung, Bewässerung und
Trockenlegung des Bodens sehr wohl beseitigen.
Etwas reichliche Durchlässigkeit verdient vor zu großer Undurchlässigkeit
entschieden den Vorzug, wenn freilich dabei die
Düngerausnutzung durch Auswaschung leicht beeinträchtigt
werden kann. Auch auf schwerem, wenig durchlässigem Boden
werden häufig recht hohe Erträge gewonnen, doch ist die Ernte
8