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wässert werden soll, von den Anliegern selbst in recht einfacher
Weise hergestellt und unterhalten. Es ist nur erforderlich, von
dem Wasserlaufe rechts und links in bestimmten Abständen
kleine Kanäle abzuzweigen; die zu den einzelnen Sawahgruppen
führen. Die Ableitung der Kanäle erfolgt meist in der Weise,
daß man an geeigneten Stellen des Wasserlaufes kleine Strom-
brecher und Staudämme vom Ufer aus in den Fluß hineinbaut,
die so viel Wasser abfangen, wie für den Kanal erforderlich ist.
Diese Staudämme pflegen im Gebirge, wo Steine zur Verfügung
stehen, lediglich aus diesem Material mit etwas Erdreich und
Grasnarbe aufgeführt zu werden. Dagegen bestehen sie bei
größeren Flüssen in ebenerem Terrain entweder aus Steinen, die
mehr oder weniger sorgfältig durch Bambusgeflecht zusammen-
gehalten werden, oder aus Bambusrohr sowie Stämmen von
Kokos- und anderen Palmen, die ebenfalls durch Flechtwerk fest
verbunden sind. Solche Bauwerke haben die Festigkeit, die
nötig ist, um bei starken Regengüssen und plötzlichem An-
schwellen der Flüsse nicht durch mitgewälzte Steine zerstört
zu werden. Die abgezweigten Kanäle lösen sich schließlich in
ein Astwerk von Kanälchen auf, die zu den einzelnen Sawahs
führen. Starke Bambushalme, ausgehöhlte halbierte Palmen-
stämme, Blattscheiden der Banane bilden häufig ihr Leitungs-
bett.
Auf besonders hoher Stufe steht das Bewässerungswesen der
Insel Lombok. Charakteristisch für die Reiskultur sind hier die
„Subak““-Vereinigungen der Eingeborenen. Um ein planmäßiges
Zusammenarbeiten bei der Bewässerung zu erzielen, schließen
sich die Anwohner eines Flüßchens oder eines Berges zusammen.
Diese Vereinigung hat sich im Laufe von Jahrhunderten zu
festen Verbänden entwickelt, die in einem Reglement, der „kerta
sima subak‘‘, einem jeden Teilhaber seine Pflichten und Rechte
zuerteilen. In Java und in andern Reisbaugebieten Südost-
asiens, wie Siam, Burma, Cochinchina, sind von den Regie-
rungen umfangreiche Bewässerungssysteme geschaffen worden.
In den modernen Ländern des Reisbaues, Spanien, Italien, den
Südstaaten der Union, sind die Leitungsanlagen für die Reis-