Full text: Reis

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günstigen. Zu demselben Zweck wird diese vorher in Wasser ein- 
geweicht, wodurch sie auch schwerer wird und dem Wegschwem- 
men weniger ausgesetzt ist. Auch in Italien hat man die Kon- 
struktion von Drillmaschinen versucht. In neuester Zeit scheint 
das System Cabrini die Aufgabe zur Zufriedenheit gelöst zu 
haben, das zugleich auf das Reinigen der Felder Rücksicht nimmt. 
Sein wesentlicher Zug besteht darin, daß an dem ganz einfachen 
Drillgerät eine Vorrichtung angebracht ist, die zwischen den 
Reihen des Reises Furchen zieht, welche später von einem In- 
strumente, das in gleichen Abständen Messersysteme führt, vom 
Unkraut gereinigt werden können. 
In den alten Reisbauländern Asiens wird vielfach breit- 
würfig gesät, z. B. häufig auf den trocknen Reisfeldern; doch 
wird auf ihnen oft auch ein Auslegen der Saatkörner in Reihen 
geübt. Es geschieht dies meist durch zwei Personen gleichzeitig, 
und zwar durch Mann und Frau. Der Mann geht voraus und 
stößt mit einem Bambusstabe reihenweise. in einer Entfernung 
von etwa einem halben Fuß 3—4 cm tiefe Löcher in den Boden.’ 
Die ihm nachfolgende Frau legt in jedes Loch 3—5 oder mehr 
Reiskörner (Gabah) und tritt mit dem Fuße die Löcher wieder 
zu, oder sie zieht mit einem nachschleifenden Zweige oder Wedel 
der Kokospalme die Erde darüber (121, S. 648). In den Zentral- 
provinzen Ostindiens unterscheidet man breitwürfige Saat un- 
mittelbar vor oder nach den ersten Monsunregen und trockene. 
Die Körner werden entweder untergepflügt oder auch nicht 
(62, S. 212). Stellenweise wird die Saat im gequollenen oder 
angekeimten Zustande ausgeworfen. 
Auch in Italien scheint heute noch in der Regel breitwürfig 
gesät zu werden, und zwar unmittelbar nach der Feldbearbeitung, 
wenn die für diese vorgenommene Berieselung noch nicht wieder 
aufgetrocknet ist, so daß die Saatkörner von dem sich absetzen- 
den Schlamm zugedeckt werden. Doch scheint man auch auf 
trockenem Boden auszusäen, wo dann Frauen und Kinder die 
Körner festtreten. An Saatgut wird 100—150 kg auf den Hektar 
verbraucht. Im Alluvialgebiet der Flüsse von Louisiana sind 
gewöhnlich Breitsämaschinen im Gebrauch. Manche Farmer
	        
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