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die Anlage verhindert. Kleinere Dämme teilen dann das Ge-
lände zwischen dem Hauptdamme und der Böschung, die die
jenseitige Grenze des Reisfeldes bildet, in Vierecke von einigen
Hektar Größe. Die Reisfeld-Fächer werden durch ein System
von Haupt- und Seitengräben in Beete von 8—10 m Breite ein-
geteilt. Das Flußwasser tritt durch Schleusen auf die Felder.
Da dieser natürliche Zufluß oft nur bei Hochwasser möglich ist,
stellt man Maschinen auf, die das Wasser entweder unmittelbar
über die Flußdämme in die Zuleitungsgräben oder — was meist
der Fall ist, da an Kraft gespart wird — in besondere Sammel-
becken pumpen, aus denen es dann durch Siphons über den
Damm gesaugt wird (123, S. 633). In ähnlicher, wenn auch
einfacherer Weise wird oft im asiatischen Reisbaugebiet das
Wasser aus den Flüssen auf die höher gelegenen Reisfelder be-
fördert, wenn es nicht möglich ist, sie von Gebirgswasserläufen
aus zu bewässern. Am einfachsten geht dabei wohl der Chinese
zu Werke, wenn er mehr einen Reisgarten als ein Reisfeld zu
überfluten hat; er schöpft das Wasser einfach mit einem Eimer
aus dem Flusse. Im Innern von Siam verwendet man statt der
Eimer Körbe, die mit Harz gedichtet sind. Ist das Feld zu groß
dazu, so bedient man sich einer Art Kettenpumpe, die in einer
Tretmühle durch Menschenkraft oder mittels eines Göpelwerkes
durch einen Büffel bewegt wird.
In den Golfstaaten hatte man ursprünglich nur das durch
Dämme aufgestaute Regenwasser zur Reiskultur verwendet.
Später bildeten sich Gesellschaften, die durch Anlage von Pump-
werken und Kanalsystemen die Ausnutzung des in den wenigen
Flußläufen vorhandenen Wassers ermöglichten. Schließlich
bohrte man Brunnen, deren Wasser mit großem Erfolge zur
Reiskultur benutzt wurde. In Arkansas hat der größte Teil des
Irrigationswassers diesen Ursprung (34). Auch in Italien nimmt
man stellenweise das Beflutungswasser für die Reisfelder aus
Brunnen. Da das Brunnenwasser auch im Sommer zu niedrige
Temperatur hat, macht man hier das erste Fach des Reisfeldes,
auf dem sich das Wasser erst allmählich erwärmen soll, klein,
um möglichst geringen Schaden zu haben. Oder es wird eine