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beginnt und damit das Ausreifen einsetzt, wird der Wasser-
zufluß gänzlich abgestellt.
Übrigens müssen sich, wie schon erwähnt, alle Bewässerungs-
maßnahmen nach der Varietät richten; die eine gedeiht am
besten bei ein- oder mehrmaliger Unterbrechung der Bewässe-
rung, eine andre fordert gleichbleibende Überflutung. Das
Äußerste stellt der flutende Reis von Kambodscha dar, der mehr
als 4m tiefes Wasser verträgt (43, S. 260).
Das Stauwasser auf den Reisfeldern soll nicht
stehen, sondern sich in langsam fließender Bewegung
befinden, schon um die Entwicklung der Malariamücken
möglichst zu verhindern. Denn zwischen Reisbau und Malaria-
gefahr besteht kein unlöslicher Zusammenhang. Dieser tritt erst
da ein, wo die Wasserbewegung in den Reisfeldern so gering ist,
daß die Larven der malarıa-übertragenden Stechmücken die er-
forderlichen Bedingungen für ihre Entwicklung finden. Dagegen
werden die Anopheleslarven nach Bachmann (9, S. 238) weder
durch einige Tage Trockenlegung getötet noch durch einen
Strom fließenden Wassers, da sie sich auf ruhige Stellen zurück-
ziehen. Heute wird die Rolle, die der Reisbau für die Verbreitung
der Malaria spielt, nicht mehr als so verhängnisvoll, ja vielfach
sogar als vorteilhaft beurteilt. Manche Gegenden Italiens,
Spaniens und Portugals sollen vor der Einführung der Reiskultur
vom Wechselfieber verseucht gewesen, heute dagegen gesund
sein; ähnliche Erfahrungen hat man in Kalifornien gemacht.
In den weiten Reisgebieten Südostasiens hegt niemand ein solches
Vorurteil gegen die Reiskultur (107; 43, S. 342—344).
Der Wasserverbrauch beim Reisbau ist abhängig von der
Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftbewegung, der Durch-
lässigkeit des Bodens, . der Dichtigkeit der Dämme, endlich
natürlich von der Stauhöhe und der Dauer der Bewässerung.
Fesca stellt folgende allgemeine Berechnung auf: „Zunächst
muß sich der Boden mit Wasser sättigen, was nach einigen in
Japan ausgeführten Messungen je nach seiner Durchlässigkeit
und Wasserkapazität zumeist 500—1000 cbm Wasser pro Hektar
erfordern dürfte. Eine Stauhöhe von 2cm entspricht einer
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