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Kostenersparnis. Die Grundlage jeder Arbeitsentlohnung bildet, auch wenn
sie im Stücklohn erfolgt, nicht die verbrauchte Arbeitskraft, sondern die
verbrauchte Ar b e it sz e i t.
Ebenso, wie die Arbeit nicht für sich allein, sondern nur in Verbindung
mit der Zeit Güter hervorbringt, ist auch das K a p it a l nicht in der
Lage, für sich allein, sondern nur in Verbindung mit der Zeit seinem
Besitzer Erträge abzuwerfen. Der Zins läßt sich, objektiv betrachtet,
als en Erzeugnis von Kapital un dd Ze it auffassen. JTede
Rentabilität wird in der Weise beziffert, daß man den Ertrag zu dem
Aufwand an Pr o duk tions mitteln und JZeit in Bezie-
hung set t.
Entschliezken wir uns demnach, die Zeit als einen besonderen
Produktionsfaktor aufzufassen, so können wir den beiden sachlichen
Produktionsfaktoren Boden und Kapital die beiden abstrakten Produktions-
faktoren Arbeit und Zeit gegenüberstellen.
In dem Augenblick, in dem der Mensch eine bisherige Urwaldfläche
in wirtschaftliche Benutzung nimmt, erhält der Wald für ihn die Bedeutung
eines wir tsch af tlichen Gutes. Dieses ist entstanden ohne
Mitwirkung des Produktionsfaktors Arbeit, nur durch die Wirksamkeit
der Produktionsfaktoren B o d en und Z e i t. Vollzieht sich die Benutzung
des betreffenden Waldes nicht als reiner Abbau, sondern nach dem
wirtschaftlichen Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit, so ist der Holzbestand des
Waldes vom Zeitpunkt der Inbesitznahme an als produktives K a p it a l
zu betrachten. Der vorliegende Fall ist ein Beispiel dafür, daß die Bildung
von Kapital auch auf anderem Wege als durch ein Sparen von Ein-
kommensteilen vor sich gehen kann!). – Die Tatsache der Entstehung des
Kulturwaldes aus dem Urwalde (abgesehen von durch Neuaufforstung
begründeten Waldteilen) ist wichtig für die Beurteilung der später zu
erörternden Frage, ob die forstliche Rentabilitätsrechnung von der kahlen
oder von der soeben neubestockten Bodenfläche auszugehen hat, mit anderen
Worten, ob die Kulturkosten einen Bestandteil der Produktionskosten oder
der Erntekosten eines Altbestandes zu bilden haben.
Bei der Länge der Zeit, die zwischen Begründung und Ernte eines
Holzbestandes verstreicht, muß jede Ausgabe, die die Produktionskosten
des Bestandes belastet, von außerordentlicher Bedeutung für die Rentabilität
der Wirtschaft sein. Eine Steigerung der Rentabilität ist nicht nur
l. §) pat °. 'ripxorit, Grundriß der Politischen Ökonomie, I. Bd.,
. Aufl., S. ;
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