Object: Betriebsorganisation und Betriebsabrechnung

lichen Fertigung achten, um dem Betrieb die Möglichkeit 
zur billigsten Erzeugung zu geben; andererseits muß der 
Betrieb alles daran setzen, den Konstrukteur zur rechten 
Zeit und mit bester Werkstattausführung zu bedienen. So 
soll z. B. in jedem Konstruktionsbüro ein Verzeichnis zu 
finden sein, welche größten und kleinsten Arbeitsstücke auf 
den Werkzeugmaschinen und mit den sonstigen Einrich- 
tungen des Betriebes bearbeitet werden können, welche 
Arbeitsarten überhaupt ausführbar sind, und diese Auf- 
stellung ist laufend zu ergänzen, sobald neue Maschinen 
oder Einrichtungen hinzukommen. 
Zeichnungen und Stücklisten. Das Schaffen des 
Konstrukteurs findet seinen Ausdruck einmal in der Zeich- 
nung, nach der die Werkstatt arbeiten soll, dann in der 
Stückliste, die ein Inhaltsverzeichnis aller zu einem Auftrag 
gehörenden Einzelteile darstellt. Organisatorisch interessiert 
uns an beiden nur die formale Behandlung, die stets daran 
zu denken hat, daß beide, Zeichnung wie Stückliste, das 
Sprachrohr des Konstrukteurs für den Betrieb bilden. In 
erster Linie sind sie also klar, übersichtlich und verständ- 
lich zu halten. Nicht minder wichtig ist, daß sie in stets 
gleicher Form aufgemacht sind und für alles Wieder- 
kehrende, Werkstoffnamen, Lagerteile, Bearbeitungszeichen 
völlig gleichbleibende Symbole enthalten. Nichts verwirrt 
den Betrieb mehr als willkürlicher Wechsel der Bezeich- 
nunger und Darstellungsformen, nichts ist eine häufigere 
Quelle von Fehlern, als die ganz einfache Nachlässigkeit 
gegenüber dieser Grundforderung. 
Die Stückliste — auch Werkliste, Werkstattliste o. ä. 
genannt — ist das grundlegende Dokument jedes Fa- 
brikationsauftrages. Meist begleitet sie die Zeichnung als 
ein besonderes Blatt; nach den Normen der deutschen 
Industrie hat sie zu enthalten: 
Teilnummer, 
Anzahl der Teile, 
Benennung und Bemerkung (z. B. Modellnummer), 
Werkstoff, 
Gewicht des Teils. 
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