Monopolpreise und optimalem Preise einer die Überwälzung
bewirkenden Preiserhöhung noch Platz läßt. Da eine solche
Spannung die Regel bildet, muß auch in den Fällen der
Marktlage III mit fast völliger Überwälzbarkeit und
allen unter Punkt 1 ausgeführten Folgeerscheinungen
der letzteren gerechnet werden. Die Frage der Außenseiter
scheidet hier insoferne aus, als diese von der Kostensteigerung
ebenso betroffen werden oder würden wie die im Monopole
organisierten Betriebe. Wie schon oben angedeutet, vermag
hier der erwähnte Spielraum für Preishinaufsetzungen sogar
noch weiter dahingehend ausgenützt zu werden, daß das
Monopol den Preis noch um ein Erhebliches höher ansetzt, um
den durch die Umsatzeinschränkung verursachten Verlust am
Gesamtgewinn durch Steigerung des Gewinnes am einzelnen
Stück hereinzubringen.“) Unter solchen Umständen steigert
sich auch die Belastung des Konsumes noch über die Folgen
der direkten Überwälzung der Beiträge für die Arbeitslosen-
versicherung hinaus.
Als Gesamtergebnis des Punktes B dieses Abschnittes
muß zusammenfassend also _die Tatsache gebucht werden,
daß auch die Beitragsquote des Unternehmers zur Arbeits-
losenversicherung — und daher auch die etwa ursprünglich
seitens des Arbeiters durch Erhöhung des Nominallohnes
auf den Unternehmer überwälzte Quote des Arbeitnehmer-
beitrages*) — letzten Endes dem Arbeiter zur Last fällt
und seinen Reallohn drückt.**) Gleichzeitig mußten wir fest-
stellen, daß der Prozeß dieser Überwälzung, soweit sie auf
dem Produktmarkte und nicht etwa schon unmittelbar auf
dem Arbeitsmarkte erfolgt, außerdem die Unternehmungen
schädigt und indirekt belastet durch Verringerung des
Umsatzes _bezw._der Absatzmöglichkeit.?)_ Welche Dimensi-
onen diese beiden in normalen Zeiten vielleicht harmlosen
Auswirkungen auf den Arbeiter und auf den Unternehmer
bezw. auf das ganze Wirtschaftsleben anzunehmen vermögen,
32) Ein typisches Beispiel für eine so weitgehende Überwälzung bot
u. a. die Wirkung der deutschen Zündwarensteuer vom 15. Juli 1909.
33) Vergl. oben S. 30.
3) Vergl. oben S. 35 ff.
35) Vergl. oben S. 34.
A4A