Die folgenden Ausführungen haben einen dreifachen Zweck :
Bezüglich des Aber g lau bens wollen sie zeigen, daß
ebenso wie die Religiosität, auch der Glaube an geheimnisvolle
Kräfte verschiedenster Art im Kriege zugenommen hat.
Es soll vor allen Dingen aber auf die äußerst bedenkliche
Erscheinung hingewiesen werden, daß diejenigen, welche den
Aberglauben zu Erwerbszwecken ausbeuten, zum mindesten
s o z i a l anrüchige Eristenzen sind, nicht selten sind es sogar
Menschen, die — medizinisch betrachtet + zu den geistig Ab-
normen gehören.
Fast alle täuschen außerdem ihre Klienten bewußt.
Ein anderer Zweck dieses Aufsatzes geht dahin, das Publikum
vor kritikloser Parteinahme für manche Weltverbesserer
und Phanta sten, und vor dem Auttreten bestimmter H o ch -
sta p ler zu warnen, die sich jetzt gleichfalls unangenehmer be-
merkbar machen, als in Friedenszeiten.
Bezüglich der Geiste s- und Nervenkrankheiten,
welche der Krieg hervorruft, soll dargetan werden, daß das Leben
im Felde zwar vorübergehende Schäden am Nervensystem
nicht selten verursacht, daß aber doch ein sehr großer Teil derselben
rasch ausgleichbar ist, so daß die Zahl der infolge von Kriegs-
beschädigungen d au ern d er Anstaltspflege bedürftigen Geistes-
kranken voraussichtlich nur gering sein wird. +