des parquet und der Coulisse enthalten. Weiter gibt es noch Kurs
zettel, die Kurse der Papiere des ganz freien Marktes enthalten,
die nirgends zu einer Notiz zugelassen sind. Auch einige Zeitungen
bringen lgegen Bezahlung!) diese Kurse neben den Kursen der wirklichen
Kulisse, so daß beim Publikum der Eindruck erweckt wird, es handle sich
um offiziell zugelassene Werte.
Der Kurs der Effekten versteht sich einschließlich der laufen
den Zinsen; eine besondere Zinsberechnung findet also nicht statt.
Renten werden nicht nach ihrem Nennbeträge, sondern nach dem Zins
beträge, der Rente, gehandelt.
Bei der U m r e ch n u n g ausländischer Wertpapiere sind die Sätze nicht
überall die gleichen.
Termingeschäfte können nur für die bestimmten Liquidationstermine
und über bestimmte Schlußeinheiten abgeschlossen werden, z. B.:
1500 Fr. Rente B%ige Franzosen,
1750 „ „ 31/2 %tge Italiener,
2000 „ „ 4 %tge Türken,
2000 £ Kapital 4 °/ 0 igc Argentinier,
25 Stück Aktien oder Obligationen usw.
3. Die Londoner Börse Z.
1566 wurde durch Thomas Gresham die „Royal Exchange“, die bald
eine beträchtliche Bedeutung erlangte, gegründet. Später trat eine
Trennung der Börse nach Geschäftszweigen ein, und die Royal Exchange
diente nur noch dem Handel in Wechseln. 1801 wurde an der Stelle,
wo es noch heute steht, ein besonderes Gebäude für den Wertpapierverkehr
errichtet, die „Stock Echange“. Sie ist eine private Vereinigung, eine
Aktiengesellschaft, die große Bewegungsfreiheit besitzt und der Aufsicht der
Regierung nicht unterstellt ist.
Die Bedingungen zur Aufnahme als Mitglied der Stoch Exchange
sind streng: Ein Ausländer muß wenigstens 7 Jahre in Großbritannien
wohnen und seit 2 Jahren naturalisiert sein. Wer die Mitgliedschaft nach
sucht, muß wenigstens 2 Jahre als clerk an der Börse tätig gewesen sein
i) Literatur: CharlesDuguid, The Stock-Exchange. London 1904.
Felix Ulrich, Die Londoner Stock-Exchange, ihre Geschichte und ihre Er
richtung. Berlin 1902. Thomas Skinner, The Stock-ExchangeYearBook.
London 1910.
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