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sofort aufgeforstet werden, und es sei in Aussicht genommen,
noch weiteres Ödland aufzuforsten. Die Generalkommisssion
habe sich zu dieser Sache dahin geäußert, daß ssie nicht
eine Verschlechterung, sondern eine Verbesserung der
fztstztoltte in den Maknahmen der Landgelsellschaft
erblicke.
Bei Hohenkarzig handle es sich um das sogenannte
Friedeberger Bruch. Nachdem die Eigene Scholle mit
der Stadt Friedeberg über Abnahme dieses Waldes Ver-
handlungen geführt habe, die sich zerschlagen hätten, habe
sie diese Fläche abgeholzt, um sie zu Baustellen aus-
zulegen, da in der Nähe des Bahnhofs Friedeberg-Ost
eine erhebliche Nachfrage nach Baustellen vorhanden sei.
Soweit dieses Land nicht für Baustellen verwendet werde
oder soweit es von den Ackerbürgern der Stadt Friede-
berg, die einen Überfluß an Netewiesen hätten, nicht
zugekauft werde, werde die Wiederaufforstung erfolgen.
95 Morgen seien bereits angeschont worden. Davon, daß
eine Versandung zu befürchten sei, könne wohl nicht
recht die Rede sein, wenn man das Areal sehe. Es sei
vollständig begrünt.
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ohne weiteres zuzugeben, daß die Preise, die die An-
siedler in der Provinz Brandenburg zahlen müßten,
nicht niedrig seien. Das liege an der allgemeinen
Marktlage. Grundstücke aus freier Hand seien auch
nicht billiger. Auch die Preise in den andern Provinzen
bei den andern Landgesellschaften seien keineswegs
niedriz. Daß die Preise aber zu hoch seien, dafür
liege ein Beweis nicht vor, dafür sei wohl auch theoretisch
ein Beweis schwer zu führen. Die Anhaltspunkte, die
man zur Beurteilung dieser Verhältnisse habe, sprächen
jedenfalls ge g en eine z u teure Ansetzung und gegen die
Annahme, daß die Anssiedler ihr Fortkommen auf den
Stellen nicht fänden. Er erwähne einmal die große
Nachfrage nach den Ansiedlerstellen der „Eigenen Scholle“,
die Vermehrung des Viehstandes, die fast überall fest-
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zwei Jahren eintrete. Vor allem sei auch keine einzige
Zwangsversteigerung vorgekommen. Die Zinsen gingen
pünktlich ein. Rentenstundungen kämen fast gar nicht
vor, und, wenn die Ansiedler an die zweite Hand ver-
kauften, geschehe es kaum je mit Verlust, sondern mit
Gewinn, und wie nachgewiesen. häufig mit sehr erheblichem
Gewinn.
Weiter sei der Eigenen Scholle zum Vorwurf gemacht
worden, daß sie in einem Falle für die Regelung der
kommunalen Verhältnisse nicht zweckmäßig gesorgt habe;
es sei das die Sache Krummendorf. Nach den vorliegenden
Berichten und auch nach der Auffassung des Oberpräsidenten
wäre eine andere kommunale Regelung, als wie sie in
Krummendorf tatsächlich vorgenommen worden sei, nicht
möglich gewesen. Einmal betrage das aufgeteilte Areal
nur 260 ha. Allerdings seien 54 Ansiedlerstellen geschaffen,
davon aber 30 Stellen unter 1 ha und nur 7 Stellen
über 10 ha. Daraus hätte man ein neues leistungsfähiges
Gemeinwesen zweckmäßig nicht bilden können.
Es komme hinzu die eigentümliche Lage dieses Auf-
teilungsobjektes, das in 4 Bipfeln liege. Schon ein Blick
auf die Karte lasse es kaum möglich erscheinen, die Sache
anders zu behandeln, als geschehen, nämlich Einaemeindung
zur Stadt Züllichau.
Außerdem sei dadurch, daß dieses Areal zu Züllichau
eingemeindet worden sei, erreicht worden, daß An-
forderungen in öffentlich- rechtlicher Beziehung nicht
gestellt worden seien, es sei weder ein Schulbau notwendig
geworden. noch seien Forderungen gestellt worden hinsicht-
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