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die Spitze seines Programms die staatliche Selb ständigf
eit d er Ukrainer stellte. Auch in die zweite Duma zogen
die Ukrainer in einer ansehnlichen, obzwar verminderten Zahl
ein, bis die Wahlordnung vom blutigen Verfolger der Ukrainer,
Stolypin, in der Weise umgebildet wurde, daß die ukrainische
Bauernschaft und Arbeiterschaft ihres entscheidenden Einflusses
auf das Wahlergebnis fast gänzlich beraubt wurde.
Das Ergebnis der Wahlen zur erssten Duma beweist jedenfalls
am besten, welch’ große Ausdehnung die nationale Bewegung auch
in den breitesten Massen des ukrainischen Volkes bereits besitzt.
Z. Auch in der dritten nnd vierten Duma konnte
die ukrainische Frage nicht ganz zum Verschwinden gebracht werden.
Trotz der Verminderung der Zahl der ukrainischen Vertretung
wurde in der Duma eine große politische Verhandlung
über die ukrainische Frage durchgeführt, an der sich alle ausschlaggebenden
Parteien beteiligten. Als dabei der Dumapräsident
Rodzianko gegen die ukrainische nationale Bewegung auftrat,
schickten die ukrainischen Nationalen eine Menge von Protesten
ein, die mit vielen Tausenden von Unterschriften aus
alien Kreisen der ukrainischen Bevölkerung, insbesondere auch
aus den Kreisen der Bauernschaft, bedeckt waren.
4. Im Jahre 1907 wurde in Kijew ein Ri e senpr oz e ß
gegen ungefähr 200 Mitglieder der ukrainischen revolutionären
Organisation (der sog. „„Spilka‘‘-Prozeß) durchgeführt. In
der Anklageschrift stellt die russsische Behörde fest, daß die
ukrainische Organisation in nicht weniger als fünf ukrainischen
Gouvernements – mit Kijew an der Spitze ~ die gesamte
ukrainische Bevölkerung im ,ukrainisch-separatistisschen‘“ Sinne bearbeitete
und die ersten Dumawahlen organisierte.
5. Aus Anlaß der „Kaiserlichen Botschaft‘’ des Kaisers Franz
Joseph I. an die ukrainische parlamentarische Vertretung Österreichs,
mit welcher die Gründung einer ukrainischen Universität
in Lemberg angekündigt wurde, schickten die Ukrainer Rußlandz3
aus einer Menge von Ortschaften an die ukrainis
chen Abgeordneten und die ukrainifschen V ereine
in Galizien unzählige Glückwunsschd ep es
ch en und Anerkennungsschreiben, trotzdem ein solcher Schritt
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