22, Titel: Schuldverjhreibung auf den Inhaber. 88 806, 807. 1527
machung der Staatsfchuldentilgungsfonumtffion vom 23. November 1899 (IMBL 1899
SS U .). Die einfblägige Bekanntmachung vom 1. September 1860 ift außer Kraft
getreten.
5, Das in diefer Weife umfhriebene Labier bleibt Namenpapier bis zu feiner
Rüdvermandlung in.ein Ynbaberpapier. Auch deren örmlichkeiten find, wie jene
der Umwandlung, vom Ausfteiler zu beftimmen. Für Bayern val. hiezu Art. 50 ff.
de8 bayerifchen AS.)
. 6. Eine Stempelpflidht nad dem Neichäftempelgefeße vom 27. April 1894 wird
durch die Umfehreibung auf den Namen und die Befeitigung der Umfohreibung nicht be:
gründet, f. NOS, Bd. 40 S, 131 ff.
TIL Ein befonderes Inftitut an Stelle der Um fhreibung auf den Namen
befteht im Reiche, jowie in verlhiedenen Bundesitaaten, durch die Eintragung des
Släubiger8 in das 1og. Meichs: vder Stantsjhuldbuch. Bol.: ,
a) für das MeichH Gef. betr. das RMeichsfchuldbuch vom 31. Mat 1891 (f. aug
die Ausführungsbeitimmungen des Bundesrat hiezu von 2. Sanuar 1892,
»gl. bayr. IMBl. 1892 S. 95 ff.), fowie RG. vom 6. Mat 1910 betr. Ab-
änderungen jeneS Gefebes. .
für Preußen f. Gef. vom 20. Juli 1883 mit Nachträgen vom 12. April 1886
und 8. Juni 1891, abgeändert durch Art, 16 AG, z. BOB. fowie durch Gef.
vom 24, Suli 1904;
tür Sachfen f. Gef. vom 25. April 1884, abgeändert durch S 52 AG. 3.
BGB. und durch Gef. vom 11. Un 1906;
A) für Geffen |. Gef. vom 27. März 1898;
8) für Sadhfen- Weimar |. Gef. vom 20. Januar 1900 {f. aud UYu8f,.BO.
vom 30. Juli 1900);
D für Sad fen-KAoburg-©®otha Gef. vom 17. März 1905 8 3;
g) für Bremen f. Gef. vom 2. Dezember 1898;
h) für Gamburg Gef. vom 14. April 1902;
i) für ElfaßB-Lothringen 8 43 AG. z. BOB.
Val. ferner au ES. 50 und 97 mit Bem.
EV. Wegen des Nebergangs vol. Art. 174 Abf. 1 EG. ;
)}
8 807.*)
Werden Karten, Marken oder ähnliche Urkunden, in denen ein Gläubiger
nicht bezeichnet ift, von dem Nusiteller unter Umftänden ausgegeben, aus welchen
"ich ergiebt, daß er dem Inhaber zu einer Leiftung verpflichtet fein will, fo finden
die Vorfjchriften des & 793 Abf. 1 und der 8S 794, 796, 797 entiprechende
Anwendung.
&. I, 702; If, 735; Il, 791,
‚I. Da Gefeß fpricht in 8 807 von Karten, Marken oder Ahnlidhen Urkunden,
Semeint find hierunter im allgemeinen Urkunden kleineren Siiles („Meine Inhabers
papiere“ Fönnte man fie nennen), welde fih von den eigentlihen Schuldverfchreibungen
ıuf den Inhaber dadurch untericheiden, daß fie regelmäßig den. Gegenftand der
Veiftung (der bier für die Regel nicht auf eine Geldzahlung geht) nur febr unvoll-
iommen angeben, Öfter8 nicht einmal den Ausfteller nennen, auch faft durchnehends
der Unterzeichnung entbehren. Beifviele Kind: Fahrkarten, Tbeaterbillet8
*) Literatur: Kohler, Die Briefmarke im Recht; zugleich ein Beitrag zur Lehre
von den Wertpapieren, Urch. f. bürgerl. R. 1592 S. 316 ff.; Steuer, Die rechtlide Natur
de8 Theaterbillet3 nach gemeinem und nad dem Rechte des BGB., Berlin 1902; Sommer,
Der Kauf des Theaterbillet3, Diff., 1896; Bicheroux, Die rechtliche Bedeutung de8 Theater-
billet8, Diff., 1897; FuchH3, Die Karten und Marken de8 tägliden Verfehr8, in der Allgem.
Öfterreich. Gerichtszeitung 1880 Nr. 88—98; Kempner, Der rechtlihe Charakter des Straßen-
bahnbillet8, Berlin 1902; BayerSdorf, Die rechtliche Natur der Eijenbahnfahrkarte, Berlin
1903; Seelmann, Das Straßenbahnbillet, Arch. f. bürgerl. %. Bd. 25 S. 186 fl.
Yafobi, DaZ Recht der Wertpapiere S. 363 ff.; Gorden, Die DrdnungSvorjriften der
Straßenbahnreglement3 und die Folgen ihrer Verlegung, Eijenbahnrechtl. E. u. „AbG.,
JerauSgegeben von Eger, Bd. 16 S. 77 ff.3 Heinzmann, Deut[hes Theaterrecht, Münden
1905; Gumpredt, Die rechtlide Natur des Sepäcicheinz, Sijenbahnrechtl, E, u. Ubh.
Bd. 23 S. 309 ff, 413 #.