fullscreen: Der Weltverkehr und seine Mittel

Alpenstraßen. 63 
Straßen ihre Bezeichnung erhalten, obgleich der Genannte in Wirklichkeit nicht der 
Erfinder dieser Straßenbauweise ist, die bereits früher in verschiedenen Ländern, so 
namentlich in Schweden, zur Anwendung gekommen war. Mac Adam erwarb sich durch 
die Verbesserung des englischen Straßenbauwesens große Verdienste. Die sogenannten 
makadamisierten Straßen bestehen nur aus kleinzerschlagenen Steinen ohne einen aus 
größeren Stücken hergestellten Unterbau. Patterson bildete diese Methode weiter ans. 
Die im Jahre 1747 gegründete Ecole des ponts et chaussees, deren erster Direktor 
der Ingenieur Perronet war, trug zur Hebung der technischen Fächer ganz außerordentlich 
viel und so auch zur Förderung des Straßen- und Brückenbaues bei. Frankreich wurde 
mit einer stattlichen Anzahl von Heerstraßen bedacht. Durch die Revolution trat auch auf 
diesem Gebiete ein Stillstand ein, welchem Napoleon wiederum ein Ende bereitete. Waren 
so. Dir ArrnKratzr am Dirrwaldstätter Kre. 
es auch meistens zunächst militärische Gründe, welche den Anstoß zu den ausgedehnten 
Straßenbauten gaben, so war doch dieser Herrscher viel zu weitschauend, um nicht die 
große allgemeine Bedeutung guter Verkehrswege zu erkennen. Nicht nur in Frankreich, 
sondern auch in allen jenen Gebieten, welche in die Hände dieses Eroberers fielen, ent 
standen neue Straßen. Anzuführen find die Verbindungen zwischen Grenoble und Brianxon, 
von St. Esprit nach Turin über den Mont Geuevre, von Antwerpen nach Amsterdam, 
verschiedene Straßen in Deutschland, von Bordeaux nach Bayonne, von Nizza nach Rom, 
von Genua nach Piacenza, von Spezzia nach Porto-Benere, von Florenz nach Parma, 
von Savona nach Alessandria, von Carcare nach Ceva, von Genua nach Novi, vom 
Mittelländischen zum Adriatischen Meere. Unter den zahlreichen auf Napoleons Anregung 
geschaffenen Straßenbauten nehmen die Alpenstraßen, namentlich die Straße über den 
Simplon, den ersten Rang ein. 
Wie in so vielen anderen Landstrichen, so waren auch in der Schweiz die Kunst 
straßen mit dem Zurückdrängen der Römer ihrem Verfall entgegengegangen. Erst im
	        
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