Seine Schweigsamkeit und Absonderung fielen in
der Tat jedem auf, der mit ißhm zusammenkam. Da er
im Verwaltungsrat des New Yorker Metropolitan Mu-
seum saß, wollte er einmal die Ausgrabungen in der
Großen Oase in der Sahara besichtigen. Nach einem
kurzen Aufenthalt in Kairo mietete er die „Arabia“,
die gerade den Herzog von Fife, seine Gemahlin, eine
Tochter König Eduards, und ihre Töchter den Nil her-
untergebracht hatte, Morgan wurde begleitet von sei-
ner Schwester Mrs. Burns und seiner Tochter Mrs,
Hamilton, In Kairo blieb er in seinen Zimmern in
Shepheard’s Hotel, und auf der schönen Dahabiye war er
vor den Fragen der Reporter und der Neugier der Rei-
senden sicher. Ein junger Engländer hatte die Auf-
gabe, die Reisegesellschaft in einem Extrazug vom
Niltal durch die Wüste zu geleiten, und er berichtete
später sehr genau über seine Eindrücke von der Reise
mit Morgan:
„Ich war angewiesen worden, Mr, Morgan und seine
Reisegesellschaft in dem Extrazug, den er für die
sechsstündige Reise durch die Wüste bestellt hatte,
zu begleiten. Auf dem Bahnsteig kam er auf mich zu
und fragte in freundlichem Tone: ‚How do you do?‘
Das waren auch fast die einzigen Worte, die er zu
mir sprach, Während der ganzen sechs Stunden
äußerte er kaum eine Silbe, außer zwei knappen
Fragen über die Wüste,
Während der ganzen Reise schien er tief in Ge-
danken versunken zu sein, er saß still in dem Korb-
sessel in dem kleinen Salon. Dieses gedankenvolle
Schweigen war sehr überraschend für mich, denn die
Reise ist so interessant, daß die gewöhnlichen Reisen-
den zahllose Fragen stellen. Nachdem die Linie das
Niltal verlassen hat, tritt sie in eine lange, öde Schlucht
mit riesigen, steilen Wänden aus grauem Kalkstein ein,
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