8 14. Die Organisation der modernen Tauschwirtschaft; ..; 107
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können nicht produzieren in der bloßen Hoffnung, verkaufen Zırkönnen.
Die Konsumenten können ebensowenig sich darauf verlas ihren
Bedarf immer decken zu können. Es zeigt sich AU nz
wendig, festere Verbindungen zwischen Produzent und Konsumen
schaffen.
Zur Sicherung der Produzenten sowohl als der Konsumenten wird
es notwendig, Lieferungskontrakte, oft für lange Zeiten, abzuschließen.
Deutsche Eisenwerke decken ihren Bedarf an schwedischem Eisenerz
durch Lieferungskontrakte, die oft für zehn Jahre und mehr laufen.
Anderseits werden auch die Roheisenproduzenten gern ihre Produktion
für längere Zeit im voraus verkaufen. Wir finden auch, daß die moderne
Großindustrie in bedeutendem Umfang in ähnlicher Weise wie das alte
Handwerk direkt auf Bestellung arbeitet. Nur sehr fungible Waren
der „schweren‘“ Industrien werden zum Teil für den Markt produziert.
Der Roheisenverbrauch z. B. ist so enorm, daß auch das größte Hochofenwerk
als ein kleiner Produzent im Verhältnis zum Weltmarkt betrachtet
werden kann. Es gibt deshalb auch für diese Ware gewisse
Märkte mit regelmäßigen Notierungen (Glasgow, Cleveland, Pittsburg).
Auf Bestellungen werden dagegen regelmäßig Lokomotiven, Eisenbahnwagen,
Dampfschiffe, Brücken und andere große Eisenkonstruktionen
für das Bauwesen, die großen Kraftmaschinen, Kriegsmaterialien, auch
Massen von Halbfabrikaten in den betreffenden Industrien produziert.
Gewiß macht sich eine Tendenz zur Standardisierung geltend: die Walzwerke
streben danach, nur gewisse „standard sections‘ herzustellen,
nach welchen die Ingenieure ihre Konstruktionen zu richten haben. In
der Maschinenindustrie werden kleinere Werkzeugmaschinen, Dynamos,
Dampfmaschinen usw. normalisiert. Man strebt also, womöglich Bedingungen
für eine Produktion für den Markt zu schaffen. Um sich
indessen die Möglichkeit zu sichern, zu kaufen und zu verkaufen, wird
eine moderne Großindustrie sich sehr oft gezwungen sehen, ihre Verbindungen
sowohl rückwärts wie vorwärts zu festigen. Es wird für
diesen Zweck häufig die Form der „Beteiligung‘‘ benutzt, weshalb wir
auch ein großes industrielles Unternehmen oft an einer Menge Unternehmen
ganz anderer Art ‚,interessiert‘‘ finden, z. B. Stahlwerke an
Hochöfen und Werften, die Elektrizitätsindustrie an der Metallindustrie
und an Straßenbahnen und Beleuchtungsanlagen usw. Diese Beteiligung
wird gerade in der neuesten Zeit durch ein vollständiges Eigentum ersetzt,
indem Tochtergesellschaften gegründet werden mit der Aufgabe,
der Hauptindustrie Materialien oder Halbfabrikate zu liefern oder ihren
Produkten einen Markt zu bereiten. Zu demselben Zweck werden auch
schon bestehende Unternehmen auf verschiedenen nacheinanderfolgenden
Stufen der Produktion in einer Hand vereinigt. Man nennt diesen
Prozeß die Integration der Industrie. Die Integration ist besonders
stark fortgeschritten in der Eisenindustrie, wo der nordamerikanische
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