Full text : Theoretische Sozialökonomie

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Der innere Zusammenhang der Preisbildung kann in keiner anderen
eise adäquat wiedergegeben werden, -
Wir haben hier angenommen, daß das Angebot gegeben ist, daß
also die Güter während der betreffenden Periode in unveränderlichen,
im voraus ‘bestimmten Mengen zur Verfügung stehen oder durch die
Produktion fertiggestellt werden. Lassen wir jetzt diese Voraussetzung
fallen und ziehen wir die ganze Produktion auch mit in das Preisbildungsproblem
 hinein! Da wir in diesem Paragraphen eine lediglich
durch das Prinzip der Knappheit bestimmte Preisbildung betrachten
wollen, setzen wir voraus, daß die Produktionskosten jedes einzelnen
Gutes mit den Preisen der Produktionsmittel eindeutig bestimmt sind.
Bei der Behandlung der jetzt vorliegenden Probleme müssen wir
inen fortdauernden Produktionsprozeß betrachten und die im $ 12
(S. 75) aufgestellten Bedingungen des Gleichgewichts einer solchen
Wirtschaft bei konstanten Preisen in arithmetische Form kleiden.
unächst wollen wir dabei nur den einfachsten Fall der stationären
irtschaft im Auge halten.
‚Die Begrenzung der Herstellung von neuen Gütern liegt, wie schon
in 8 3 hervorgehoben wurde, in der Knappheit der Produktionsmittel.
Durch die Produktion wird die Knappheit der Bedürfnisbefriedigung
nur auf die Knappheit der Produktionsmittel zurückgeführt. Die allgemeine
 Natur der Produktionsmittel ist auch im dritten Paragraphen
ngegeben worden. Hier, wo wir unsere Aufmerksamkeit speziell auf
den Mechanismus der Preisbildung zu richten haben, müssen wir die
roduktionsmittel ihren Mengen nach als gegeben voraussetzen. Als
ypen derselben können wir, um unserer Vorstellung eine konkrete
nterlage zu geben, die Arbeitsleistungen, die von der Natur darebotenen
 Rohstoffe und die Dienstleistungen schon vorhandener dauerafter
 Güter betrachten. Die Beantwortung der Frage, inwieweit diese
Produktionsmittelauch als elementar angesehen werden können oder vielleicht
 selbst reproduzierbar sind, muß, wie überhaupt die vollständige
und schließliche Analyse der Produktionem3tel unserem nächsten Buche
vorbehalten bleiben. Erst da können wir auch die Frage aufnehmen,
inwieweit die elementaren Produktionsmittel, obwohl nicht reproduzier-N
 Aa A NDS en
ar, dennoch eventuell in anderer Weise ihren dargebotenen Mengen
nach dem Einfluß der Preisbildung unterliegen. Hier müssen wir uns
E begnügen, einfach eine Reihe von Produktionsmitteln als elementar
 und in gegebenen Mengen zur Verfügung stehend, anzunehmen.
Es sei also r die Zahl dieser Produktionsmittel und R,, R2...R, die
Mengen derselben, die in einer gegebenen Periode zur Verfügung
stehen. Diese Periode, die wir auch als „Einkommenperiode‘“ oder,
wenn wir eine Zeiteinheit dafür wählen, als „„Einheitsperiode‘““ bezeichnen
können, kann, wenn der Produktionsprozeß nur genügend gleichförmig ist
(S. 2122), beliebig kurz gewählt werden, kann also, je nach der Natur

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