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Abschluß zu geben und somit zu einer festen Theorie des Geldes zu
gelangen, ist eben eine eingehende Untersuchung über diesen quantitativen
Zusammenhang zwischen Geldwert und Geldmenge.
Da ein stabiler Geldwert eine bestimmte Begrenzung der gesamten
Zahlungsmittelversorgung erfordert, muß jede Vermehrung eines
Zahlungsmittels, die nicht unter entsprechender Verdrängung eines
anderen Zahlungsmittels stattfindet, einen Einfluß auf den Geldwert
ausüben können. Eine Untersuchung des Geldwertes muß deshalb die
gesamte Zahlungsmittelversorgung in Betracht ziehen. Es ist alse
nicht möglich, wie es so oft versucht wird, die Zahlungsmittel, die nicht
Geld sind, getrennt von der Geldlehre zu behandeln. Die zentrale
Frage der Geldlehre, die Frage des Geldwertes, kann nur unter Berücksichtigung
sämtlicher Zahlungsmittel, die zur Zahlung in der betreffenden
Geldskala tatsächlich benutzt werden, vollständig untersucht
und beantwortet werden.
Daß eine Vermehrung der Zahlungsmittel eine allgemeine Steigerung
der Preise, also einen sinkenden Geldwert hervorbringt, mußte
schon früh beobachtet werden. Nach der Entdeckung Amerikas ist der
Edelmetallvorrat Europas so gewaltig gestiegen, daß die daraus folgende
Preissteigerung Aufmerksamkeit erregen und in Zusammenhang
mit den richtigen Ursachen gebracht werden mußte. Die Geschichte
der früheren Papierwährungen war besonders geeignet, die Wahrheit
klarzumachen, daß eine unbegrenzte Vermehrung eines Zahlungsmittels.
zu einer unbegrenzten Preissteigerung und somit zu einer unbegrenzten
Entwertung des Zahlungsmittels bis zu völliger Wertlosigkeit führen
muß. In der englischen s. g. Bankrestriktionsperiode, also in der Zeit
der Napoleonischen Kriege, wo die Noten der Bank von England
Zwangskurs hatten, wurde endlich durch eine viel umstrittene Erfahrung
gezeigt, welche Wirkung eine beliebige Vermehrung der Banknoten
auf das Geldwesen und speziell auf den Geldwert ausübt. Von
dieser Zeit an beginnt eine wirkliche Theorie des Geldes sich zu entwickeln.
Im Zentrum dieser Theorie stehen immer die Untersuchungen:
über den Zusammenhang zwischen Geldmenge und Geldwert, und in
dieser Beziehung war die Wissenschaft schon zu ziemlich bestimmten
Ergebnissen gekommen. Wie wenig aber die wissenschaftliche Auffassung
von diesem Zusammenhang an das große Publikum und besonders
an die maßgebenden politischen Kreise — um nicht von den Leitern:
der Zentralbanken zu sprechen — durchzudringen vermocht hatte,
zeigte sich deutlich nach dem Ausbruch des Weltkriegs. Auf das längste
hat die offizielle Verkündung damals die Fiktion aufrechtzuerhalten
versucht, daß die Geldeinheit, trotz aller Vermehrung der Zahlungsmittel,
unverändert und mit sich selber identisch wäre. Erst die trübe
Erfahrung derjenigen Länder, wo die Zahlungsmittelversorgung milli--onen-
und billionenweise verfielfacht wurde, und wo der Geldwert
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