Full text: Theoretische Sozialökonomie

$ 73. Das Einkommen, 
Dienst Unternehmen 
(einschl. Pension) und Beruf 
98 26,7 27,9 
99 21,5 32,0 
1900 29,7 15,9 
01 15,1 15,0 
02 43,1 K1,3 
03 34,5 27,5 
04 26,3 20,2 
1905 29,5 40,1 
06 48,2 73,7 
07 123,1 — 31,7 
08 56,8 — 37,9 
09 10,4 = 22,1 
Die großen Steigerungen des Lohneinkommens in den Jahren 1902 
und 1907 sind teilweise der Einführung resp. Erweiterung der Selbst- 
einschätzung zuzuschreiben. Dasselbe gilt in gewissem Grade von der 
Steigerung des Unternehmereinkommens 1902. 
Wir finden, daß während das Unternehmereinkommen in jeder 
Depression einen Rückgang zeigt, das Lohneinkommen stetig gestiegen 
ist. Die großen Steigerungen des Unternehmereinkommens fallen immer 
in die Anfangsjahre der Aufschwungsperiode. In der eigentlichen Hoch- 
konjunktur ist die Steigerung des Unternehmereinkommens schon ab- 
geschwächt. In den Wendejahren selbst tritt eine Abnahme dieses 
Einkommens oder wenigstens eine erhebliche Abschwächung seiner 
Steigerungstendenz ein. Die Zunahme des Arbeitseinkommens ist in 
der Periode des beginnenden Aufschwungs immer wesentlich kleiner 
als die Zunahme des Unternehmereinkommens und erreicht ihre höchste 
Höhe erst in der eigentlichen Hochkonjunktur. In den Wendejahren 
und in den darauffolgenden Depressionen zeigt das Arbeitseinkommen 
eine fortwährende Steigerung. Es finden also relative Verschiebungen 
zwischen dem Unternehmereinkommen und dem Arbeitseinkommen 
statt, in den früheren Jahren des Aufschwungs zugunsten des ersten, 
in der eigentlichen Hochkonjunktur und vielleicht noch mehr in den 
Depressionen zugunsten des letzten. 
Die relativ gleichmäßige Steigerung des Lohneinkommens, die wir 
besonders für Sachsen und Schweden, deren Einschätzung die große 
industrielle Arbeiterklasse mit umfaßt, haben feststellen können, ist 
eine Erscheinung von großer Bedeutung und wohl auch von ziemlich 
allgemeiner Gültigkeit. Zusammen mit dem Einkommen aus Grund- 
besitz, das ebenfalls relativ gleichmäßig wächst, stellt das Arbeits- 
einkommen eine Belastung des Unternehmertums dar, die, wenn sie 
in schlechten Zeiten noch immer zunimmt, den Unternehmergewinn 
Cassel, Theoret, Sozialökonomie, 4. Aufl. Sn 
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35
	        
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