fullscreen : Schutz dem Arbeiter!

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tan  Gerechtigkeitssinn  der  Arbeiter-Vertreter  verlassen,  es  vielmehr  als  eine
tankbare  Entlastung  empfinden,  wenn  er  zweifelhafte  Fälle  einfach  an
tan  Arbeiter-Vorstand  verweisen  kann.
Eine  von  den  Arbeitern  resp.  ihren  Vertretern  mitberathen  e,
taesen  in  der  Bedeutung  klargelegte  Fabrikordnung  wird  jedenfalls  weniger ­
  Mißdeutung  und  Widerstand  erfahren,  als  eine  „octrvyirte".
Gelingt  es  vollends,  die  Arbeiter  selbst  bei  Ausführung  derselben  zu
tatheiligen,  dann  ist  die  beste  Unterlage  für  einen  weitern  Ausbau
tarselben  auch  in  sittlicher  Richtung  gegeben.  Hier  besteht  erst  recht
taie  „Solidarität  der  Interessen"  zwischen  Arbeitgeber  und  Arbeitern,
taer  ist  erst  recht  eine  gewisse  „Selbstverwaltung"  und  Selbstdisciplin
tar  Arbeiter  nothwendig  und  angebracht;  hier  wird  der  Arbeit-Ñeber
  auch  die  Frucht  sehen  und  mit  erhebender  Befriedigung  wahrnehmen, ­
  welch  sittlicher  Gewinn  für  die  ganze  Gemeinschaft  es  ist,  das
Ehrgefühl  der  Arbeiter  durch  rücksichtsvolle  Behandlung  und  Heran-Ziehung
  derselben  zu  wecken.
In  und  mit  einem  Aeltestenrath  wird  es  leicht  sein.  Bestimmungen
¿Hin  Schutz  der  Sittlichkeit  direct  in  die  Fabrikordnung  aufzunehmen
Nņd  die  Arbeiter  selbst  für  die  Durchführung  derselben  zu  gewinnen,
^ie  Arbeiter-Vertreter  werden  durchschnittlich  stets  ältere,  solide,  getatete
  Arbeiter  sein,  die  meistens  selbst  Kinder  in  der  Fabrik  in  Arbeit
deshalb  allen  Grund  haben,  über  den  Geist  der  Ordnung  und  der
Sittlichkeit  zu  wachen.  Auch  wird  es  dem  Fabrikherrn  leicht  sein,  das
Gefühl  der  Standesehre,  der  Ehre  der  Fabrik,  zu  wecken:  daß  Eltern
'tae  Kinder  stolz  darauf  sind,  in  einer  solchen  Fabrik  zu  arbeiten,
der  Jeder  weiß:  Alle,  welche  in  der  Fabrik  arbeiten,  sind  ordentliche ­
  Menschen,  —  Lumpen,  Säufer,  Verführer  werden  dort  nicht  gentbet.
  Der  beste,  gewissenhafteste  Fabrikherr  allein  wird  nichts  ansuchten. ­
  wenn  er  sich  nicht  die  Mit  hülfe  der  Arbeiter  zu  sichern
^eiß  —  jahrelang  wird  es  dauern,  ehe  es  ihm  auch  nur  gelingt,  einen
tatlich  verkommenen  Meister  zu  überführen,  vieljährige  Hehlereien  und
Diebereien  zu  entdecken:  so  fest  ist  meistens  die  Coalition  der  Bösen,  daß
demand  sie  zu  verrathen  wagt  —  wahrend  umgekehrt,  wenn  der  Artaiterausschuß
  seine  Mitwirkung  leiht,  der  sittliche  Geist  der  Gesammttait
  die  individuelle  Verdorbenheit  leicht  überwindet.
Richt  bloß  i  n  der  Fabrik  wird  es  leicht  sein,  den  Geist  der  Sittļ'chkeit,
  den  Geist  der  Kameradschaftlichkeit  und  Treue  zu  wahren  und
ä'i  Pflegen  —  alle  zweifelhaften,  anrüchigen  Elemente  auszusondern,  oder
ta'er  zu  bessern  —,  auch  selbst  über  die  Fabrik  hinaus  wird  die
Disciplin  des  Arbeiterausschusses  reichen  dürfen,  ohne  daß  das  Gefühl
tat  Selbständigkeit  und  Freiheit  verletzt  wird.  Es  ist  ja  nur  die  Be-
            
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