Full text: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

141 
Beträchtliche Mittel erfordern auch die Manöver, Im Etatjahre 1925/26 wurden mehrmonatige Übungen 
der Atlantischen und der Mittelmeerflotte im Mittelmeer abgehalten, die Mitte März 1926 abgeschlossen 
wurden. 
Die Tendenz der britischen Marinepolitik der Nachkriegsjahre läuft darauf hinaus, das System von 
Flottenstützpunkten im Auslande zu verdichten. In dieser Richtung liegt z. B. ein mit Griechenland ab- 
geschlossener Vertrag. Auch wurde der Bau des Flottenstützpunktes in Singapore unter großem Kosten- 
aufwande beschleunigt. 
Aus demselben Grunde ergibt sich der außerordentliche Bedarf an kleinen Kreuzern. Um bei den stark 
angespannten Staatsfinanzen das Neubauprogramm durchzuführen, wurden von der Admiralität erhebliche 
Sparmaßnahmen, im besonderen in der Verwaltung, eingeleitet. Zu diesen gehört die Schließung der 
beiden Staatswerften von Rosyth und Pembroke, wodurch 350 000 £ jährlich gespart werden sollen. 
Durch Personaleinschränkungen auf den anderen Werften und durch sparsamere Betriebseinrichtungen 
soll eine weitere Million Pfund Sterling jährlicher Minderausgaben erwirkt werden. 
2, Die Ausgaben. 
Die Nettoausgaben des britischen Flottenetats betrugen vor dem Kriege: 
in 1000 £ 
Hochstand f 1908/04 A 
1004/00 terre raten brr er er Er 36 360 
1905/06 1.0414 33 152 
Tiefstand 1906/07 0 rk ebene nn 31 472 
1907/08 rer peak r ernennen era 1 ZN 
1908/09 2 rare enan ka SIE 
N en 
Hochstäng 1910/11 Arne ne a ek 40 419 
1911/12 0 een 44 393 
1912er A 44085 
Der bearbeitete Nachkriegsetat für die Marine zeigt gegenüber dem vorhergehenden und dem folgenden 
Etat einen Ausschlag nach oben, nachdem die beschleunigt durchgeführte Demobilisation, wie sie das Tempo 
der Verminderung des Personalbestandes zeigt (vgl. S. 139 oben), eine rapide Reduzierung der Lasten be- 
wirkt hatte. In dem Voranschlag von 1926/27 treten die eingeleiteten Sparmaßnahmen in Erscheinung, 
Die Ersparnisse betragen etwa 5 Millionen £, werden aber zur Hälfte durch die Mehrkosten der Schiffs- 
neubauten (siehe oben S. 140) ausgeglichen. 
Die Nettoausgaben für die Marine betrugen nach den Rechnungen bzw. ab 1925/26 den Voranschlägen: 
Sr re W227 Millionen £ 1922/23. 00 ee He ee nen ein 57 Millionen £ 
een eh 334 » 1923/24... ..0u40n en nnn nn 54 5 
CE N TS = 
ea Dt OD 60,5 m 
KO21710077 Sim A VE ern 
Die bearbeiteten Marine-Etats für 1912/13 und für 1925/26 zeigen folgende Endziffern: 
1912/13 1925/26 
Bruttoausgaben ........... 45949292£ 64363 460 £ 
Appropriations in Aid...... 1863892 » 3 863 460 » 
Nettoausgaben............. 44085400» 60500 000 » 
f Bei den Appropriations in Aid betragen im Vorkriegsetat die Kontributionen der Kolonien für die Sta- 
tionierung von Kriegsschiffen in deren Gewässern insgesamt 570 480 £; im Nachkriegsetat erscheinen hier 
100.000 £ als Beitrag Indiens für die Unterhaltung der in seinen Gewässern stationierten Schiffe und 
250000£ als Beitrag Hongkongs für den Bau des Flottenstützpunktes in Singapore. 
Aus dem Marineetat für 1912/13 wurden für die Bearbeitung die Ausgaben für die Marineluftflotte in 
Höhe von 39000 £ und für Amortisation und Verzinsung in Höhe von 1328000 £. aus dem Nach-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.