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Übersicht3, 8. 176, gibt eine Zusammenstellung des Personalbestandes!) von Heer, Marine und Luft-
flotte sowie von der Wehrmacht insgesamt einschließlich Kolonialheer und Besatzungstruppen. Bei
Großbritannien und Frankreich zeigt sich ein anteilmäßig ungefähr gleicher Rückgang der Heeresstärke,
bei Italien?) eine geringe, bei Belgien eine beträchtliche Erhöhung. Bei der Marine Großbritanniens und
Frankreichs ist eine Verminderung der Kopfzahl eingetreten, bei der Marine Italiens eine beträchtliche
Erhöhung. Der Personalbestand der Luftflotte ist bei Frankreich und Großbritannien etwa gleich.
Übersicht 4, S. 177, vergleicht das zahlenmäßige Verhältnis zwischen Offizieren und Mannschaften
vor und nach dem Kriege. Bei den Angaben für Frankreich sind die Kolonialtruppen nicht mit-
berücksichtigt, während die Rheinlandarmee in den Nachkriegszahlen enthalten ist. Auffällig ist die
Vermehrung an Offizieren im Verhältnis zur Gesamtstärke bei allen Heeren (außer dem belgischen)
und Flotten.
Übersicht 5, S. 178, vergleicht die Personalausgaben innerhalb der Wehrmachtausgaben. Bei den
Ausgaben für das Heer und bei den gesamten Wehrmachtausgaben sind hier die Ausgaben für das
Kolonial- und Besatzungsheer mitgerechnet, die in Klammern beigefügten Zahlen bedeuten bei Groß-
britannien und Frankreich die Ausgaben für das Heer ohne die Ausgaben für die Kolonialtruppen und
die Rheinlandbesatzung, und bei Belgien ohne die Ausgaben für die Rheinlandbesatzung. In den Gesamt-
personalausgaben sind außerdem noch verschiedene Personalausgaben enthalten, die sich auf Heer,
Marine und Luftflotte nicht verteilen ließen. Der erhebliche Unterschied zwischen den britischen
Personalausgaben und denjenigen in den Wehrmachtetats der anderen Länder erklärt sich durch die
verschiedene Wehrverfassung, insbesondere durch die Unterschiede in den Sold- und Pensionsausgaben.
Übersicht 6, S. 179, vergleicht die Sachausgaben für die Landesverteidigung. Wie bei den Personal-
ausgaben sind hier unter den Sachausgaben für das Heer die Sachausgaben für das Kolonialheer und
die Besatzung mitgerechnet. Die in Klammern beigefügten Zahlen bedeuten bei Großbritannien und
Frankreich die Sachausgaben ohne die Ausgaben für die Kolonialtruppen und die Besatzung, bei Belgien
ohne die Sachausgaben für die Besatzung. Auch hier sind unter den gesamten Wehrmachtausgaben
diejenigen mitenthalten, die sich auf Heer, Marine und Luftflotte nicht verteilen ließen. Der verhältnis-
mäßige Rückgang der Sachausgaben für das französische Heer gegenüber dem Vorkriegsetat dürfte unter
anderem durch die Übernahme des in Frankreich zurückgebliebenen bzw. an Frankreich übergebenen
Kriegsmaterials der Alliierten und Deutschlands zu erklären sein.
Übersicht 7, S. 180, versucht eine Berechnung der durchschnittlichen Soldhöhe auf den Kopf der
Wehrmachtangehörigen für Heer, Flotte und Luftflotte in den verschiedenen Ländern. . Für Groß-
britannien konnten von der Gesamtstärke von 160600 nur für 149488 Mann die entsprechenden Sold-
summen ermittelt werden, die dann der Durchschnittsberechnung zugrunde gelegt wurden. Diese Be-
rechnungen des Durchschnittssoldes dienen in erster Linie als Hilfsmittel für die Berechnung der fiktiven
Wehrmachtausgaben.
Zweite Gruppe.
Die Übersichten 8 bis 13, S. 180 bis 182, enthalten die obenerwähnten fiktiven Vergleiche. In den
ersten beiden Übersichten wird von der Fiktion ausgegangen, daß die Durchschnittshöhe der Besoldung
in allen vier Ländern die gleiche sei. Die Soldausgaben werden unter Zugrundelegung der Kopfzahl der
Besoldeten und des nach Übersicht 7 errechneten Durchschnittssoldes von den Gesamtwehrmachtausgaben
(Personalausgaben) abgesetzt, und statt dessen die Personalausgaben eingesetzt, die sich errechnen a) aus
der Kopfzahl der betreffenden Wehrmacht und der durchschnittlichen britischen Soldhöhe, b) aus
der Kopfzahl der betreffenden Wehrmacht und der durchschnittlichen französischen Soldhöhe. Die
Fiktionen werden gesondert für das Heer einschließlich Kolonialtruppen und Besatzung (vgl. Übersicht 1.
8. 176) sowie für die gesamte Wehrmacht durchgeführt.
In den Übersichten 10 und 11, S. 181, wird im Gegensatz zu den vorhergehenden aus den
auf S. 173f. angeführten Gründen von den durchschnittlichen Personalausgaben ausgegangen.
Im übrigen sind die Berechnungen analog den Übersichten 8 und 9 aufgestellt.
Die Übersichten 12 und 13, S. 182, bringen schließlich die fiktiven Vergleiche unter Ersetzung
der Soldsummen durch den jeweiligen Durchschnittslohn des ungelernten Arbeiters. Für Belgien
standen keine vergleichbaren Lohnangaben zur Verfügung.
Die Ergebnisse dieser fiktiven Berechnungen sind oben S. 173 f. besprochen und zusammengefaßt.
?) Ausschließlich Zivilangestellte.
*) Ausschließlich der fascistischen Miliz.