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Höhere Schulen?)
Anzahl der Anzahl der Anzahl der
Schulen Schüler Lehrer
Ginnast 1913/14 1920/21 1913/14 1920/21 1913/14 1920/21
staatlich?) 293 301 42 463 57 289 3126 3 822
A EC 239 257 10 630 13 325
Licer
staatlich”) eu. ern 167 168 13 669 16 644 1413 1676
Dr ernennen 74 85 1.346 1 755
Seuole Tecniche
staatlich?) eure er ee are 367 422 97 647 133 700 5 541 7171
U 201 190 10 407 14 142
[stituti Tecnict
staatlich?) ui Sr 91 24 548 35 009 1 884 2617
1 32 36 999 2616
Seuole Complementari
staatlich?) ea nn 112 125 26 347 27 460 1.941
PEvab er 113 86 3719 3 454
Für die Finanzierung des höheren Unterrichts gilt ähnliches wie für den Elementarunterricht. Auch
hier trägt der Staat im wesentlichen die Personal-, die Gemeinde die Sachkosten. Die höheren Schulen
gelten jedoch im Gegensatze zu den Elementarschulen als Staatsschulen und ihre Lehrer als Staatsbeamte.
In der Etataufarbeitung erscheinen daher Lehrergehälter und Pensionen sowie eventuelle Bauzuschüsse
an die Gemeinden als Personal- bzw. Sachausgaben. Die Steigerung der Staatsausgaben auf dem Ge-
biete der höheren Schulen erscheint nach der Aufarbeitung etwas zu groß, da/in Italien die Lehrerseminare
ebenfalls zum höheren Unterricht zählen und die Ausgaben für sie sich im Nachkriegsetat nicht aus-
gliedern ließen. Die nach der Reform beabsichtigte Förderung der Privatschulen wirkt sich weniger in
den Etatziffern als in ihrer organisatorischen Gleichstellung infolge der bereits erwähnten Neuordnung
des Prüfungswesens aus.
Die gesamten staatlichen Unterrichtsausgaben (einschließlich Zentralverwaltung) haben sich im Zusammen-
hang mit der Schulreform mit 103,5 bzw. 1 088,7 Millionen Lire (217,7 Millionen Lire Vorkriegskaufkraft)
mehr als verdoppelt (110 vH Steigerung in Vorkriegskaufkraft) und sind von 3,0 auf 5.6 Lire Vorkriegs-
kaufkraft je Kopf der Bevölkerung gestiegen.
Über die Aufwendungen von Gemeinden und Privaten bestehen keine Angaben,
Il. Fachunterricht.
a. Allgemeines.
Die Wirtschaft der meisten Länder Europas war, besonders, soweit diese in den Krieg verwickelt waren,
nach Friedensschluß in ihrer Wettbewerbsfähigkeit geschwächt. Ihre Stellung auf dem Weltmarkte war
umso schwieriger geworden, als in zahlreichen Ländern, die vor dem Kriege einen guten Absatzmarkt für
europäische Industrieprodukte boten, eigene Industrien entstanden waren.
Die so gegebene Lage drängte die Wirtschaft, besonders die Industrie fast aller Staaten Europas dazu,
durch Steigerung der Qualität ihrer Produkte einen Ausgleich zu schaffen. Da bei der Struktur der
europäischen Wirtschaft eine derartige Qualitätssteigerung im%wesentlichen »arbeitsbestimmt« sein
mußte, galt es vor allem, den Produktionsfaktor »Arbeit« zu veredeln. Der Fachunterricht wurde so nach
dem Kriege zu einer wirtschaftspolitischen Aufgabe allererster Ordnung,
In allen bearbeiteten Ländern ist in der Tat nach dem Kriege eine energische Förderung des Fachschul-
wesens zu beobachten. Die Führung haben die industriellen Fachschulen, die einen fachlich gut durch-
gebildeten Arbeiterstamm bereitstellen und so der weiteren Entwicklung der Produktion nach der quali-
tativen Seite hin den Weg ebnen sollen. Daneben haben, von Frankreich abgesehen, auch die landwirt-
schaftlichen Fachschulen steigende staatliche Förderung erfahren.
Da auch auf dem Gebiete des Fachschulwesens neben dem Staate sowohl Kommunen als Private ein-
greifen, aber in den einzelnen‘ Ländern in verschiedenem Umfange tätig sind, ergibt sich aus dem Ver-
gleich der Staatsausgaben kein vollständiges Bild der Gesamtleistungen für diesen Zweck,
?) Nach Annuario Statistico.
*) Seuole Governative e Pareggiate.