Full text: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

Für den niederen landwirtschaftlichen Unterricht sind verschiedene Ackerbauschulen und Spezial- 
schulen vorhanden. Außerdem wird auch an einigen Elementarschulen landwirtschaftlicher Unterricht 
erteilt. 1925 betrug die Zahl der öffentlichen und privaten Unterrichtsstätten für landwirtschaftliche 
Berufsausbildung einschließlich der den Universitäten angegliederten Fachinstitute insgesamt 42, darunter 
5 für Tierärzte und das Reichsforstinstitut (Imperial Forestry Institute) in Oxford. 
2, Handels- und Gewerbeschulen. 
Staatsausgaben für Handels- und Gewerbeschulen 
1912/13 1925/26 
Original- Vorkriegs- 
ziffern kaufkraft 
in 1000 £ 
Technische Institute, Kunstschulen usw. in England und Wales. . 53 ; 
Junior Technical Schools. .......0..0400000000 0000 n anne na nEn 10 6 
Technische Colleges .......4..00040 00 nn nn ER Kane nE EEG 33 19 
Technischer Unterricht an Blinde, Taube usW. .........0.0.0000004 10 % 
Jahreszuschüsse an Klassen und Schulen für technischen Unterricht 
CE FE 
Handfertigkeitsunterricht in Irland ..........0..0000000000 00H > nn 
Insgesamt.... 703 53!) 317) 
Das Bild wird für 1912/13 von einem Posten von 633 000 £ beherrscht, der für Technical Institutions, 
Schools of Art, Evening Schools usw. vorgesehen ist. Es ist anzunehmen, daß die entsprechenden Ausgabe- 
posten im Etat für 1925/26 mit den allgemeinen Unterrichtsausgaben vereinigt sind, was umso wahrschein- 
licher ist, als sich in Großbritannien der Fachunterricht weitgehend an den allgemeinen Unterricht anlehnt. 
Die Ziffern der obigen Übersicht enthalten nur die Ausgaben, die sich aus den bearbeiteten Voranschlägen 
ausgliedern lassen, sind also für den Nachkriegsetat weder mit den Vorkriegsziffern noch mit den An- 
gaben für die anderen Länder vergleichbar. Während sich nach der Übersicht ein Ausgabenrückgang ergibt, 
dürfte tatsächlich mit einer Steigerung der Ausgaben für Handels- und Gewerbeschulen zu rechnen sein, 
Zur Begründung dieser Annahme können die folgenden Ziffern über den Besuch der Schulen dienen*): 
I. Technische Tagesklassen: 1012 1022 
Zahl der Schulen, in welchen sich anerkannte Klassen befinden ..... 114 109 
Schüler RE EA rn 6 596 6 459 
Schülerinnen... EHE Az 6702 7 003 
Insgesamt.... 12298 13 462 
II. Technische Kurse: 
se ER ale aa 27 46 
Schülern RT EA REG HE A N A Ele 1412 5.167 
Schülerinnen 12... 4.0 EA MEN Fee en Wen 117 419 
Insgesamt.... 1529 5 586 
II. Junior Technical Schools (erstmalig 1913/14 anerkannt): 1914 1922 
Schulen re RR REED RER N REN KR nn 37 89 
A 10 487 
En 840 1 769 
Insgesamt.... 2896 12 256 
Staatszuschüsse an Technische Kurse (Technical Colleges) werden im allgemeinen nur größeren Privat- 
schulen gewährt. Das Board of Education setzt für jede einzelne Schule die Beträge fest. Für eine kleinere 
Anzahl von Schulen wird der Staatszuschuß nach der Schülerzahl bemessen oder auch nach der Zahl der 
erteilten Unterrichtsstunden. Im Voranschlage für 1925/26 werden für größere technische Schulen 31 000 £ 
vorgesehen, die Zuweisungen an kleinere technische Schulen betragen 2 000 £. 
Die Junior Technical Schools sind eine Art technischer Fortbildungsschulen. Die Staatszuschüsse werden 
an Tagesschulen für industrielle Fachausbildung von Volksschülern gezahlt. Die Unterrichtsperiode dauert 
im allgemeinen 2 bis 3 Jahre. Bemessungsgrundlage für die Staatszuschüsse ist die Zahl der Schüler: die 
Kopfquote beträgt 
für Schüler unter.13 Jahren ............. 3£ jährlich, 
» » über 13 Jahre .............. 5£ und mehr jährlich. 
1) Unvollständig. 
2) Quelle: Statistical Abstract for the Umited Kingdom (1910—1924), London 1926, 8. 263. 
279)
	        
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