Full text: Die Staatsausgaben von Großbritannien, Frankreich, Belgien und Italien in der Vor- und Nachkriegszeit

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Hiervon stellt der erstaufgeführte Betrag den Anteil Großbritanniens an der Entschädigung der Pacific 
Phosphate Company dar. Er ist in 50 Jahren bei einer Verzinsung von jährlich 6 vH zurückzuzahlen. Die 
beiden anderen Beträge entsprechen den auf die britische Beteiligung entfallenden Gewinnanteilen, die 
das Schatzamt zwecks Deckung des erforderlichen zusätzlichen Kapitalbedarfes im Phosphatbetriebe 
stehen ließ. Das Phosphatunternehmen braucht die Zins- und Amortisationslasten hierfür nicht zu 
tragen. Die Zinseinnahmen für die erstgenannte Entschädigungssumme belaufen sich im Rechnungs- 
jahre 
1924/25 auf £ 88037 8/6 
1925/26 » ‘» 87652 18/3, 
die Tilgungsbeträge 
1924/25 auf £ 6084 9/11 
1925/26 » » 6449 11/31 
Die gesamte Tilgung betrug am 31. März 1926 £ 29 210 3/1. 
Ill. Frankreich. 
Für Frankreich war es möglich, eine Gegenüberstellung des von den einzelnen staatlichen Erwerbs- 
betrieben beschäftigten Personals vorzunehmen, die folgendes Bild ergibt: 
Personalbestand 
am 1. Januar nach dem Etat 
1913 für 1925 
Domänen, Forsten, Gestüte ............ 6 059 8 581 
Berg-, Hütten-, Salinenwesen, Post ... . 119 699 140 468 
Eisenbahnen... er a Keen 79 070 131 995 
Staatsdruckerei +...400. 040 0 ehr 1588 158 
SParkdsSO ee 1.350 1.043 
Der Begriff »Domäne« weicht in Frankreich von dem der Bearbeitung zugrunde gelegten?) wesentlich 
ab. Infolgedessen können auch die Einnahmen und Ausgaben, die in dem französischen Etat für 
»Domänen« ausgeweisen werden, nicht ohne weiteres in die Rubrik »Domänen, Forsten, Gestüte« des 
Aufarbeitungsschemas gebracht werden. Als »Domänen« werden in Frankreich außer den landwirt- 
schaftlichen Staatsbetrieben auch eine Reihe von staatlichen Industriebetrieben, wie die Porzellan- 
manufaktur in Sevres, die Manufacture Nationale des Gobelins, die Tapetenmanufaktur in Beauvais, 
die Pulver- und Waffenfabriken, Marinearsenale, die Münze, ferner die staatlichen Gestüte und die 
staatlichen Bäder in Vichy, Bourbon l’Archambault und Aix-les-Bains, bezeichnet. Besondere Einnahmen 
werden im Etat für die Staatsforsten ausgewiesen. In dem Inventaire für 1924 wird der Gegenwartswert 
der gesamten Staatsforsten auf 5,3 Milliarden fr. geschätzt. Die Bruttoeinnahmen sollen nach, dem 
Etat für 1925 155070 000 fr. betragen, während als Betriebsausgaben 66 895 000 fr. in dem Budget 
des Ackarbauministeriums erscheinen. Es ergibt sich demnach für 1925 ein Reinertrag von 88 Millionen {r., 
was unter Zugrundelegung des oben angeführten geschätzten Gesamtwertes der Staatsforsten eine 
Rente von 1,66 vH bedeuten würde. Die Einnahmen der übrigen »Domänen«, worunter aller Wahr- 
scheinlichkeit nach die oben erwähnten Betriebe und ferner auch die staatlichen Schlösser und Parkanlagen 
zu verstehen sind, stellen sich nach dem Etat für 1925 auf 110 124 000 fr. 
Nach Artikel 45 bis 50 des Versailler Vertrages erhielt der französische Staat das Recht, die in dem 
Saargebiet gelegenen Kohlengruben auszubeuten. Infolgedessen erscheint in dem französischen Einnahme- 
etat seit 1920 als Einnahmebetrag der Reinertrag aus den Betrieben der Saarkohlenbergwerke, der sich 
1925 auf 60 Millionen fr. beläuft. Über den Ertrag, der sich für die französische Regierung aus den 
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Betrieben der mit Überschuß arbeitenden Saarkohlenbergwerke in den Jahren 1920 bis 1923 ergab, sowie 
über die Neuanlagen unterrichten folgende dem Inventaire entnommene Angaben: 
1920 1921 1922 1923 
in 1000 fr. 
Reimer er 72 049 70 896 99 919 35 119 
Neuanlagen +17... 30 225 52 264 45 943 64 697 
1) Finance Accounts 1924/25, 1925/26. 
% Als »Domänen« werden land- und forstwirtschaftliche Güter mit Erwerbscharakter in staatlichem Besitz angesehen 
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