Morgan ließ diese letzte Bemerkung unberücksich-
tigt und ging sofort in medias res. „Was die Bemer-
kung von Mr. Roberts betreffs der Banken und des
Baus von Parallellinien betrifft, so denke ich, daß ich
für die hier vertretenen Bankhäuser sprechen kann,
wenn ich sage, sobald eine Organisation entsprechend
dem Zweck dieser Zusammenkunft gebildet werden
kann mit einem geschäftsführenden Ausschuß, der in
der Lage ist, seine Beschlüsse auch durchzuführen,
und in dem die Banken vertreten sein müssen, werden
sie erwägen, keinerlei Anleihen auf den Markt zu
bringen und alles, was in ihrer Macht steht, zu tun, um
zu verhindern, daß solche Anleihen von anderer Seite
auf den Markt gebracht werden, die den Bau von
Parallelstrecken oder von Streckenerweiterungen er-
möglichen sollen, außer wenn der Bau dieser Linien
einstimmig von dem geschäftsführenden Ausschuß ge-
billigt wird. Ich wünsche, daß dieser Punkt allen klar
ist.“
Darauf drückte Adams seine Gedanken in einer
kurzen Rede aus, in der er sagte: „Die Schwierigkeit
in der Geschäftsführung im Eisenbahnwesen beruht
nicht auf einem Mangel in der Gesetzgebung der ein-
zelnen Staaten oder der Bundesregierung, sondern auf
der Habgier, dem Mangel an Treu und Glauben und
der niedrigen Moral der Eisenbahnleitungen, auf dem
vollkommenen Fehlen eines hohen Standes geschäft-
licher Rechtschaffenheit. Nun ist die Frage, die wir
heute hier entscheiden wollen, die, ob irgendein Ver-
treter einer Bahngesellschaft vor der Öffentlichkeit
und vor uns behaupten will, daß er nicht willens ist,
den Gesetzen zu gehorchen, und ferner, daß er in
Streitfällen das Gesetz lieber in seine eigene Hand
nehmen will als sich einem Schiedsgericht zu unter-
werfen. Das ist die ganze Frage in nuce.“”
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